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13.05.2013

13:42 Uhr

Einzelhandel

Betriebsräte zu Krisentreffen bei Karstadt

Betriebsräte aus allen deutschen Filialen sind von der Kaufhauskette Karstadt nach Düsseldorf geladen. Sie beraten wohl über heikle Themen. Über die Lage des Unternehmens ist wenig bekannt.

Höhenbegrenzung an einem Karstadt-Parkhaus. dpa

Höhenbegrenzung an einem Karstadt-Parkhaus.

BerlinDer kriselnde Kaufhauskonzern Karstadt hat seine Betriebsräte für Montag zu Gesprächen einbestellt. Das Betriebsrätetreffen werde gegen Mittag in Düsseldorf beginnen und werde voraussichtlich mehrere Stunden dauern, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi in Berlin. Über den Inhalt des Gesprächs sei Verdi vorab nicht informiert worden. Die Gewerkschaft werde bei dem Treffen jedoch vertreten sein.

Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ vom Montag handelt es sich bei dem Gespräch um ein „Krisentreffen“, zu dem die Konzernführung geladen hat. Demnach sollen aus jeder Filiale fünf Betriebsräte kommen und damit ungewöhnlich viele. Dies deute auf „heikle Themen“ hin, berichtete die Zeitung. Ende der Woche seien zudem Betriebsversammlungen angesetzt, in denen voraussichtlich sämtliche Mitarbeiter des Konzerns über den Ausgang der Betriebsratsgespräche am Montag informiert würden.

Karstadt steckt seit Jahren in der Krise. Die Kette soll nach nicht bestätigten Medienberichten unter deutlichen Umsatzeinbußen leiden. Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, dass das Management möglicherweise Mitarbeiterverträge vorübergehend aus der Tarifbindung herausnehmen wolle, um etwa das Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu streichen.

2010 war die Kaufhauskette nach der Pleite des Touristik- und Handelskonzerns Arcandor vom US-deutschen Investor Nicolas Berggruen übernommen und damit vor dem Aus bewahrt worden. Berggruen versprach, die Arbeitsplätze zu erhalten und die Filialen zu modernisieren.

Die wertvollsten deutschen Einzelhandelsmarken (2013)

Rang 10

Douglas

Markenwert: 238 Millionen Dollar
im Vorjahr nicht in den Top 10

Rang 9

Netto

Markenwert: 262 Millionen Dollar
minus fünf Prozent gegenüber 2012

Rang 8

Obi

Markenwert: 283 Millionen Dollar
plus zwei Prozent gegenüber 2012

Rang 7

Rewe

Markenwert: 459 Millionen Dollar
plus 5 Prozent gegenüber 2012

Rang 6

dm

Markenwert: 485 Millionen Dollar
plus 19 Prozent gegenüber 2012

Rang 5

Kaufland

Markenwert: 551 Millionen Dollar
plus zwei Prozent gegenüber 2012

Rang 4

Media Markt

Markenwert: 1,3 Mrd. Dollar
minus drei Prozent gegenüber 2012

Rang 3

Edeka

Markenwert: 1,5 Mrd. Dollar
plus fünf Prozent gegenüber 2012

Rang 2

Lidl

Markenwert: 1,52 Mrd. Dollar
plus acht Prozent gegenüber 2012

Rang 1

Aldi

Markenwert: 2,9 Mrd. Dollar
minus sieben Prozent gegenüber 2012

Quelle

Interbrand, März 2013

Im Sommer 2012 kündigte Karstadt dann allerdings den Abbau von rund 2000 Stellen bis 2014 an. Davon wurden schon rund 1850 durch Frühpensionierung, freiwilligen Austritt, natürliche Fluktuation und Nichtverlängerung befristeter Arbeitsverträge eingespart. Insgesamt arbeiten rund 22.000 Menschen bei Karstadt.

Karstadt-Chef Andrew Jennings hatte kürzlich vor einem schwierigen Geschäft für sein Unternehmen in diesem Jahr gewarnt. „Dieses Jahr wird noch hart werden, aber dann werden wir Land sehen“, sagte Jennings in einem Interview mit der Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel“.

Einen weiteren Stellenabbau wollte Jennings nicht ausschließen. Karstadt habe nach den bisherigen Einschnitten nun zwar „die richtige Größe“, sagte Jennings dem „Tagesspiegel“. „Es ist aber klar, dass am Ende der Kunde entscheidet, ob wir erfolgreich sind oder nicht.“ Im Geschäftsjahr 2010/2011 hatte Karstadt demnach 21 Millionen Euro Verlust gemacht.

Kommentare (3)

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meinfreundmartinschulz

13.05.2013, 12:38 Uhr

(...) berggruen,dem unser damalige kanzler schröder uberteuert zu traumkonditionen seine kunstsammlung abkaufte,gabs kickbacks,und dem eine sozialdemokratische gewerkschaftsnahe seilschaft karstadt mitzuschanzte,mit den steuerprivilegien für eien negativen kaufpreis, (...)

nun is er am ende mit seinem latein,geld genug hat er abgegriffen nun gehts nur noch um den gesichtswahrenden abflug

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Account gelöscht!

13.05.2013, 12:55 Uhr

So isses.

Ganz der Papa! Letztlich wird der Steuerzahler erneut gemolken, erst für dies wertlose Gerümpel vom Alten, jetzt für Kosten der Insolvenzverschleppung.

Account gelöscht!

13.05.2013, 16:04 Uhr

Wenig bekannt???

Was für ein Quatsch! Man gehe mal durch ein Karstadt.

1.) leer
2.) viele Ladenhüter einer vergangenen Epoche im Sortiment
3.) moderne Produkte fast Fehlanzeige
4.) Personal vom anderen Stern (Agentur), nur an den Kassen scheinen Leute zu sein, die fehlerfrei bis fünf zählen können
5.) Mit bloßem Auge ist erkennbar, dass Karstadt nur vor der Insolvenz stehen KANN. Restrukturierung offenbar gescheitert, kann man nur sagen!

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