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06.01.2010

08:51 Uhr

Einzelhandel

Marks & Spencer wächst erstmals wieder

Mitten im Krisenjahr ist Marks & Spencer wieder auf Wachstumskurs eingeschwenkt. Im dritten Quartal steht der Einzelhändler wieder gut da. Aber nicht alles ist rosig.

Das Weihnachtsgeschäft lief für Marks & Spencers gut. Reuters

Das Weihnachtsgeschäft lief für Marks & Spencers gut.

HB LONDON. Die britische Einzelhandelskette Marks & Spencer hat im dritten Quartal den ersten Umsatzanstieg seit mehr als zwei Jahren verbucht. Der zugrunde liegende Umsatz in Großbritannien stieg in den dreizehn Wochen bis zum 26. Dezember um 0,8 Prozent, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Zwar lag die Prognose der Analysten im Schnitt bei 1,2 Prozent, doch betonte M&S, das Vorjahresquartal habe einen weiteren Tag Ausverkauf beinhaltet. Ohne diesen Faktor liege das Wachstum nahe zwei Prozent. Im Auslandsgeschäft erhöhte sich der Umsatz um 0,6 Prozent. "Wir hatten ein gutes Weihnachtsgeschäft und ein aufhellendes Umfeld im gesamten vergangenen Jahr", sagte Chairman Stuart Rose. "Wir rechnen allerdings damit, dass die Bedingungen für den Einzelhandel wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit schwer bleiben.

M&S stimmte die Anleger zudem auf ein schwieriges Jahr 2010 ein. Auch wegen der anstehenden Parlamentswahl in Großbritannien dürften Belastungen für die Verbraucher anstehen und damit auf den Konsum drücken. In seinem dritten Geschäftsquartal 2009 - den 13 Wochen bis 26. Dezember - verbuchte M&S in den Filialen auf dem Heimatmarkt, die mindestens ein Jahr geöffnet sind, erstmals wieder ein Umsatzplus von 0,8 Plus. Dies war allerdings schwächer als von Analysten mit plus 1,2 Prozent erwartet. M&S-Aktien gaben im frühen Handel um fast fünf Prozent nach auf 386 Pence.

Zudem wurde bekannt, dass der designierte Chef der britischen Modekette, Marc Bolland, sein Amt später antreten wird als von vielen Investoren gehofft. Es sei unwahrscheinlich, dass Bolland vor Ende des Frühjahres zu M&S kommen werde, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. M&S hatte den Manager im November vom Rivalen William Morrison abgeworben. Beobachter setzen große Hoffnungen auf Bolland. Er soll den derzeitigen Chef Stuart Rose beerben, der nach früheren Angaben im Sommer 2011 vollständig aus dem Unternehmen ausscheiden soll.

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