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04.12.2015

14:02 Uhr

Einzelhandel und Werbung

Es lebe der Werbeprospekt!

VonFlorian Kolf

Viele Handelsunternehmen setzen auch im Weihnachtsgeschäft immer noch auf die traditionellen Handzettel. In die Werbung auf Smartphones fließt dagegen kaum Werbebudget. Das könnte sich langfristig rächen.

Sie verstopfen die Briefkästen, gelten aber immer noch als beliebtes Werbemittel: Werbeprospekte. Imago

Werbeprospekte

Sie verstopfen die Briefkästen, gelten aber immer noch als beliebtes Werbemittel: Werbeprospekte.

DüsseldorfEs ist eine zufällige Stichprobe zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Das Bergische Sonntagsblatt, ein Anzeigenblatt für das Bergische Land, wiegt nur ganze 50 Gramm. Die gesammelten Werbeprospekte darin aber kommen auf stolze 520 Gramm. Discounter wie Aldi oder Netto präsentieren ihre Angebote, Drogeriemärkte werben um Kunden, Beileger verführen auch mit Elektronikartikeln für den Gabentisch.

Moment, war da nicht was? Läuft nicht jeder Kunde mittlerweile mit einem Smartphone durch die Gegend, das ihn zielsicher zu den besten Angeboten führt? Hatten nicht Experten längst das Ende der gedruckten Werbung ausgerufen?

Weit gefehlt. „Der Handzettel ist ein kostengünstiges, reichweitenstarkes Medium, das sich positiv auf den Abverkauf auswirkt. Solange es in der digitalen Welt keine vergleichbare Alternative gibt, wird er im Mediamix seinen Platz behaupten“, erklärt Marlene Lohmann, Marketing-Expertin des EHI Retail Institute.

Wie man Schnäppchen im Internet findet

Sparmöglichkeiten miteinander kombinieren

Wer Sparangebote, Cash-Back und Gutscheine clever miteinander kombiniert, kann einen hohen Spareffekt erzielen. Wer viel online einkauft, sollte sich überlegen, ein Paypal-Konto oder eine Kreditkarte zuzulegen. Auch darüber lassen sich zusätzliche Bonus-Punkte sammeln.

Gutscheine nutzen

Außer den großen Handelsplattformen bieten Tipps für Schnäppchen insbesondere die spezialisierten Seiten. Gutscheine und Rabattangebote findet man unter anderem auf:

www.sparwelt.de

www.mydealz.de

www.mein-deal.com

www.urlaubspiraten.de

www.preisjaeger.de

www.groupon.de

www.schnaeppchenfuchs.com

www.dealdoktor.de

www.firefind.de

www.sparblog.com

www.deals.de

www.qipu.de

www.cuponation.de

www.sparheld.de

Den Preisverfall für sich nutzen

Geduld zahlt sich aus. Elektro-Artikel wie Smartphones und Tablets kosten schon wenige Wochen nach ihrer Neuerscheinung deutlich weniger.

Antizyklisch einkaufen

Ein Wintermantel im Sommer? Eine Badehose oder ein Bikini im Winter? Warum nicht. Kaufen Sie antizyklisch, also entgegen der laufenden Saison. Wer nicht unbedingt, die aktuellsten modischen Trends braucht, kann damit viel sparen.

Laufende Verträge kündigen

Ob Handy oder Strom- und Gasanbieter – manchmal kann es sich lohnen, laufende Verträge zu kündigen, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Der Grund: Konkurrenten ködern Neukunden zuweilen mit Sonderkonditionen und Prämien.

Eine Studie des EHI stützt diese Einschätzung. Bei einer Befragung der Marketingchefs von 50 deutschen Handelsunternehmen für den Marketingmonitor des EHI zeigte sich, dass überraschende 40 Prozent des Marketingbudgets allein in Handzettel und Werbeprospekte fließen. Social-Media-Aktivitäten dagegen lassen sie sich gerade mal 2,1 Prozent des Budgets kosten, für spezielle Werbung auf Smartphones sind es noch verschwindend geringe 0,6 Prozent.

Das wichtigste Argument der Marketingchefs, die neuen Medien weitgehend zu boykottieren: Sie brächten im Vergleich zum Aufwand noch zu wenig Absatz. 60 Prozent der befragten Händler sagen: Die gute alte Prospektwerbung hat immer noch den höchsten „Return on Marketing Invest“, also die höchste Rendite auf den eingesetzten Werbe-Euro. Vorteile des Marketings über das Smartphone sehen die Manager allenfalls bei der Kundenbindung.

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