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14.11.2013

17:01 Uhr

Einzelhandel

Wal-Mart trotz Gewinnzuwächsen unzufrieden

Die US-Bürger spüren die Krise und gehen weniger einkaufen – so erklärt sich Wal-Mart-Chef Mike Duke, dass der Konzern in seiner Heimat nicht so gut ankommt wie im Ausland. Er will auch in seiner Heimat mehr erreichen.

Da muss doch noch mehr gehen: Trotz besserer Gechäftsergebnisse hat Wal-Mart Chef Mike Duke kein Glitzern in den Augen. ap

Da muss doch noch mehr gehen: Trotz besserer Gechäftsergebnisse hat Wal-Mart Chef Mike Duke kein Glitzern in den Augen.

New YorkWal-Mart lockt in seiner Heimat USA immer weniger Kunden in die Läden. Hier musste der weltgrößte Einzelhändler im dritten Vierteljahr zum dritten Mal in Folge einen Umsatzrückgang hinnehmen. Zudem macht er sich im wichtigen Weihnachtsquartal auf stagnierende Geschäfte gefasst. Die vor allem auf eine besonders preisbewusste Kundschaft ausgerichtete Filialkette steuert zwar mit noch früheren Sonderverkäufen zum Fest und einer Werbe-Offensive entgegen. Doch die von ungewissen Konjunkturaussichten verunsicherten Verbraucher halten ihr Geld so zusammen, dass Wal-Mart seine Gewinnerwartungen für 2013 herunterschrauben musste.

Wegen höherer Lohnsteuern und dem angespannten US-Arbeitsmarkt lassen sich die klassischen Wal-Mart-Kunden schwerer zum Shoppen animieren. Konzernchef Mike Duke sagte, die Leute seien nicht mehr so häufig in die Läden gekommen. Vor allem enttäuschende Spielzeugverkäufe und Preisnachlässe bei Fernsehern führten Wal-Mart zufolge in den USA von August bis Oktober zu einem Umsatzrückgang von 0,3 Prozent. Experten hatten mit stabilen Umsätzen des Einzelhandelsriesen gerechnet. "Sie scheinen die US-Sparte einfach nicht in Gang zu bekommen", sagte Brian Yarbrough, Analyst bei Edward Jones. Kunden im Billigsegment schreckten davor zurück, nicht unbedingt notwendige Artikel zu kaufen. In seinem wichtigsten Markt USA konkurriert Wal-Mart vor allem mit Target und dem Online-Händler Amazon.

Mit einem Zuwachs des Gesamtumsatzes von 1,6 Prozent auf knapp 116 Milliarden Dollar verfehlte Wal-Mart nur knapp die Markterwartungen. Doch die Probleme in den Vereinigten Staaten schlagen bei Wal-Mart auf die Jahresbilanz durch: Das Unternehmen senkte seine Gewinnprognose auf höchstens 5,21 Dollar je Aktie von bisher 5,30 Dollar. Im Berichtsquartal konnte der Branchenprimus seinen Gewinn aus den fortlaufenden Aktivitäten um 2,8 Prozent auf 3,73 Milliarden Dollar steigern.

Die vorbörslich niedriger gehandelte Wal-Mart-Aktie stieg im Handelsverlauf moderate 0,3 Prozent.

Von

rtr

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