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15.11.2012

15:38 Uhr

Einzelhandelsriese

Wal-Mart legt bei Umsätzen zu

Zwar hat Wal-Mart sowohl bei Umsatz als auch bei Gewinn zugelegt – doch für den Branchenriesen ist das noch kein Grund für übertriebenen Optimismus. Stattdessen erwartet man ein wettbewerbsintensives Weihnachtsgeschäft.

Das Logo von Wal-Mart in einer Filiale in Springfield. dapd

Das Logo von Wal-Mart in einer Filiale in Springfield.

BentonvilleDie US-Amerikaner schauen bei ihren anstehenden Weihnachtseinkäufen genau auf den Dollar. Eine weiterhin hohe Arbeitslosigkeit im Land und die weltwirtschaftlichen Unsicherheiten lassen die Kunden nach Schnäppchen suchen. Das bekommen Einzelhandelskonzerne wie Wal-Mart zu spüren.

„Das Weihnachtsgeschäft dürfte sehr wettbewerbsintensiv werden“, prophezeite Finanzchef Charles Holley am Donnerstag. Und Konzernchef Mike Duke ergänzte am Firmensitz in Minneapolis im Bundesstaat Arkanas: „Der Preis wird weiterhin eine zentrale Rolle für die US-Kunden spielen.“

Wal-Mart mit seinen riesigen Läden sitzen zudem Discounter wie Dollar General, Family Dollar oder auch der US-Ableger von Aldi im Nacken. Diese haben kleinere Läden und damit ein geringeres Angebot, können dafür vielfach über den Preis punkten. „Der Kampf um den Weihnachts-Dollar nimmt zu“, sagte Natalie Berg vom Handelsinformationsdienst Planet Retail.

Die größten Einzelhändler der Welt

Platz 10

Best Buy (USA)

Das US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 50,27 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2010 über einen Umsatz von 67,42 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 68 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 77,95 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2010 gigantisch aus.

Platz 6

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2010 setzte der Lebensmittelhändler 82,19 Milliarden Dollar um.

Platz 5

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 89,08 Dollar im Jahr 2010 ebenfalls einen Spitzenplatz.

Platz 4

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit betreiben die Briten 5390 Supermärkte Großbritannien 94,185 4,104 384.389 Einzelhandel Philip Clarke

Platz 3

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Die Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2010 rund 96,4 Milliarden Dollar um.

Platz 2

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit 471.755 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2010 einen Umsatz von 120,3 Milliarden Dollar. Nur ein Einzelhändler setzte mehr um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 421,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2010 um - bei einem Gewinn von 16 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern 2,1 Millionen Angestellte.

Im vergangenen dritten Geschäftsquartal (bis Ende Oktober) konnten die großen Ketten zwar noch zulegen, doch nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit. Bei Wal-Mart stieg der Umsatz um 3 Prozent auf 113,2 Milliarden Dollar (88,7 Mrd Euro). Der Gewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf unterm Strich 3,6 Milliarden Dollar.

Beim direkten Rivalen Target kletterte der Umsatz ebenfalls um 3 Prozent auf 16,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg insbesondere dank eines Spartenverkaufs um 15 Prozent auf 637 Millionen Dollar. Allerdings gab sich der kleinere Konkurrent zuversichtlicher, was das Weihnachtsgeschäft betrifft. Target sei mit seinen Angeboten gut aufgestellt, erklärte Firmenchef Gregg Steinhafel. Während sich die Anleger mit dem Abschneiden von Target zufrieden zeigten, hatten sie sich von Wal-Mart mehr erhofft: Hier fiel die Aktie vorbörslich um 3 Prozent.

Von

dpa

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