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25.11.2013

14:54 Uhr

Eisenbahnverkehr

Bahn-Konkurrenten klagen über Wettbewerbshürden

Die Konkurrenten der Deutschen Bahn beklagen, dass Tochtergesellschaften der Bahn ihre „Monopolstellung“ ausnutzen. Sie sehen sich vom Staatsunternehmen ausgebremst. Die Bahn rücke eher eigene Interessen in den Fokus.

Eine S-Bahn des Bahn-Konzerns. Konkurrenzbahnen beklagen: Sie müssten Trassen, Stationshalte und Bahnstrom beim bundeseigenen Konzern einkaufen. dpa

Eine S-Bahn des Bahn-Konzerns. Konkurrenzbahnen beklagen: Sie müssten Trassen, Stationshalte und Bahnstrom beim bundeseigenen Konzern einkaufen.

BerlinDie Konkurrenten der Deutschen Bahn sehen sich noch immer von dem Staatsunternehmen ausgebremst. Die Wettbewerbsbahnen hätten zwar ihre Marktanteile erhöht, dies sei aber kein Indiz für bessere Bedingungen, sagte der Präsident des Verbandes Mofair, Wolfgang Meyer. Mofair vertritt wichtige Bus- und Bahnunternehmen. Die Deutsche Bahn rücke eher ihre eigenen Interessen als die des Eisenbahnverkehr in den Fokus ihres Handelns, kritisierten Mofair und das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) am Montag in Berlin.

Nach einer Studie der beiden Verbände ist der Marktanteil der Bahnkonkurrenz im Personennahverkehr auf 27 Prozent gestiegen. Im Jahr 2010 lag er nur bei 12 Prozent. Auch im Güterverkehr seien die konkurrierenden Privat- und ausländischen Staatsbahnen stärker als die Deutsche Bahn gewachsen. In diesem Sektor liege der Marktanteil bei 29 Prozent nach rund 25 Prozent im Jahr 2010.

Fakten zur Deutschen Bahn

Umsatz

Die Deutsche Bahn verbuchte im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatz von 19,4 Milliarden Euro (19,5 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum). Insgesamt kam die Bahn 2012 auf einen Umsatz von 39,30 Milliarden Euro.

Gewinn vor Zinsen und Steuern

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug im ersten Halbjahr 2013 eine Milliarde Euro (1,3 Milliarden Euro im Vorjahr).

Halbjahresergebnis nach Steuern

Halbjahresergebnis nach Steuern: 554 Millionen Euro (Vorjahr: 783 Millionen Euro).

Mitarbeiter

Ende Juni 2013 hatte der Staatskonzern etwa 295.700 Mitarbeiter, fast drei Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt 2012.
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Fahrgäste Bahnverkehr pro Tag

Fahrgäste Bahnverkehr im ersten Halbjahr in Deutschland: 991 Millionen (Vorjahr: 981 Millionen). Davon waren 62,5 Millionen im Fernverkehr unterwegs.

Beförderte Güter im Schienenverkehr

Die Logistiksparte der Bahn transportierte Güter mit einem Gesamtgewicht von 196,7 Millionen Tonnen (ein Minus von über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Schienennetz

Das Schienennetz der Deutschen Bahn ist weiter leicht geschrumpft. Es hat noch einen Länge von 33.492 Kilometer, 13 Kilometer weniger als Ende 2012.

Dennoch beklagten Mofair und NEE, dass Tochtergesellschaften der Bahn ihre „Monopolstellung“ ausnutzen. Die Konkurrenzbahnen müssten Trassen, Stationshalte und Bahnstrom beim bundeseigenen Konzern einkaufen. „Wir müssen bis zu 14 Prozent mehr für den Strom bezahlen, als DB Energie der für den Schienengüterverkehr zuständigen Konzernschwester DB Schenker Rail in Rechnung stellt“, sagte der NEE- Vorstandsvorsitzender Ludolf Kerkeling. Das Gleisnetz bleibe die Melkkuh der Deutschen Bahn. Die hohen und steigenden Trassenpreise spülten Gewinne in den Konzern. Dieses Geld fehle dann für Nahverkehrsleistungen auf der Schiene.

Von

dpa

Kommentare (3)

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gegendumping

25.11.2013, 18:50 Uhr

Die Frage ist weshalb Deutsche Bahn Aufsichtsrat zulässt das die DB in der ganzen Welt Unternehmen betreibt u.a in Schweden wo DB die Tochter Arriva unter den Armen hällt und Millionen jedes Jahr übersendet um zu verhindern das Ihre Tochter in Konkurz gezungen wird da Arriva Dumping Betreibt in Schweden und damit hunderte von Familien Unternehmern in Konkurz treibt, ist das die Aufgabe eines Staats Unternehmen? Warum muss DB Schencker, Arriva betreiben und Bus und Schiff Verkehre in Hong Kong betreiben? Verkaufen Sie alle Tochter Unternehmen dann hat die DB auch Geld für Ihre eigentliche Aufgabe und kann die Hauptverwaltung halbieren, weshalb DB erlaubt ist offshore Gesellschaften i Holland zu betreiben und in der Schweiz den Waggon Verkauf und nicht in Deutschland? Wir sind der Schwedische Verband für Busreiseveranstalter www.swedishbus.se die mit sorge gezungen zu zusehen wie DB arrogant sich benimmt. Deswegen haben wir eine klage in der EU veranlasst wegen Dumping in Schweden. Die EU hat Deutschland aufgefordert aufzuhören sonst geht es zum EU Gericht.

Alex

25.11.2013, 19:12 Uhr

Apropos DB: Jetzt moechte sich die DB ueber ihre britische Filiale (Arriva) auch in Frankreich breitmachen und das schon ab 2016. Als ob die franzoesische Bahn (SNCF) wg. der Krise nicht schon genuegend Probleme haette. Das ist doch wirklich nicht das Wahre dass sich all diese grossen Konzerne ausbreiten wie die Kraken.

Alex

25.11.2013, 19:33 Uhr

Wann wird endlich all diesen Grosskonzernen die eine Strategie à la Amazon verfolgen gesetzlich ein Riegel vorgeschoben?

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