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30.03.2011

17:48 Uhr

Elektrofachmärkte

Media-Saturn übernimmt Online-Händler Redcoon

Media-Saturn geht online mit Redcoon. Die zur Metro gehörende Gruppe übernimmt mit Redcoon einen Online-Vertrieb und will damit ganz schnell den Sprung ins Netz schaffen.

Ein Blick in eine Filiale der Elektronik-Fachmarktkette Media-Markt. Quelle: dapd

Ein Blick in eine Filiale der Elektronik-Fachmarktkette Media-Markt.

Es hat lange gedauert, jetzt soll eine Übernahme den schnellen Sprung nach vorne bringen. Die zur Metro gehörende Media-Saturn-Gruppe hat den Online-Händler Redcoon erworben. Mit dem Erwerb von Redcoon will die Media-Saturn-Unternehmensgruppe nach eigenen Worten ihre Online-Strategie ausbauen. Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden, heißt es. Über den Kaufpreis schweigt sich die Media-Saturn-Holding aus. Die Kartellbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen.
Das 2003 in Aschaffenburg gegründete Unternehmen Redcoon verbuchte im Geschäftsjahr 2009/10 einen Umsatz von 354 Millionen Euro, und soll als unabhängige Tochtergesellschaft der Media-Saturn-Unternehmensgruppe von seinem Gründer Reiner Heckel weitergeführt werden und zu Media Markt und Saturn im Wettbewerb stehen.
Der reine Internet-Händler Redcoon soll mit seinem schmaleren Sortiment und weniger Service die angekündigten Online-Shops der beiden Ketten Media-Markt und Saturn ergänzen.
Die Kette plant, in der zweiten Jahreshälfte mit einem Online-Shop der Marke Saturn an den Start zu gehen. Anfang 2012 soll Media Markt folgen.
“Spätestens 2013/2014 wollen wir mehr als zehn Prozent unseres Umsatzes über Internet-Verkäufe erwirtschaften“, hatte der neue Chef der Metro-Tochter, Horst Norberg, jüngst erst der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt.  
Metro-Chef Eckhard Cordes hatte die Umsetzung der seit langem diskutierten Internet-Pläne auch als Voraussetzung für einen möglichen Börsengang der Tochter bezeichnet. Der Gang an den Kapitalmarkt bleibe für die Kette eine Option, die aber zunächst ihre Hausaufgaben erledigen müsse. Norberg sagte, Media-Saturn sei „börsenfähig“. „Wenn die Gesellschafter das Signal geben, können wir das Unternehmen von heute auf morgen an die Börse bringen.“
Media-Saturn-Minderheitseigner Leopold Stiefel hatte erst kürzlich Reuters gesagt, die Altaktionäre blockierten ein Initial Public Offering (IPO) des größten Elektrohändlers Europas nicht. „Wir waren immer der Auffassung, dass ein Börsengang zum richtigen Zeitpunkt stattfinden muss. Dieser Zeitpunkt war bis dato nicht gegeben.

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