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15.11.2011

15:18 Uhr

Elektronikkonzern

Electrolux will Stellen streichen

Der schwedische Elektronikkonzern plant wegen drastischen Nachfrageeinbruchs weltweit Stellenstreichungen. Das Unternehmen tritt noch stärker auf die Kostenbremse als bislang - nach der Ankündigung brach die Aktie ein.

Die Electrolux-Aktien brachen nach der Ankündigung um fast acht Prozent ein. ap

Die Electrolux-Aktien brachen nach der Ankündigung um fast acht Prozent ein.

StockholmDer schwedische Elektrogerätehersteller Electrolux plant angesichts eines drastischen Nachfrageeinbruchs weltweit Stellenstreichungen und Kostenkürzungen um rund 5,1 Milliarden Kronen (rund 568 Millionen Euro). Die schlechtere Stimmung der Verbraucher in Europa und Nordamerika habe dem Unternehmen „spürbar zugesetzt“, teilte Electrolux mit.

Zudem hätten sich steigende Rohstoffkosten negativ auf die Gewinne ausgewirkt. Im vergangenen Jahr hatte Electrolux rund 52.000 Mitarbeiter und einen Gesamtumsatz von 106 Milliarden Kronen. In welchen Werken wie viele Stellen gestrichen werden sollen, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Die Kosten sollen in den kommenden fünf Jahren um jährlich rund 5,1 Milliarden Kronen (558 Millionen Euro) gesenkt werden und damit um weitere 2,6 Milliarden Kronen als bisher geplant, teilte der hinter US-Konkurrent Whirlpool weltweit zweitgrößte Haushaltsgerätehersteller am Dienstag mit. Wie der Branchenprimus will auch der schwedische Konzern dies unter anderem über den Abbau von Arbeitsplätzen erreichen. Die Electrolux-Aktien brachen nach der Ankündigung um fast acht Prozent ein.

Bereits Ende Oktober hatte die AEG-Mutter ein düsteres Bild gezeichnet und statt Zuwächsen in Europa einen Absatzrückgang von einem Prozent sowie von bis zu fünf Prozent in Nordamerika für dieses Jahr vorhergesagt. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage halten sich Verbraucher vor allem bei hohen Ausgaben etwa für Kühlschränke und Waschmaschinen zurück. Auch im kommenden Jahr erwartet Electrolux keinen Anstieg der Nachfrage. Rivale Whirlpool hatte bereits angekündigt, in Nordamerika und Europa jeden zehnten Arbeitsplatz zu streichen.

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