Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.08.2014

20:05 Uhr

Elizabeth Arden

Niemand will nach Bieber riechen

Tiefrote Zahlen bei Parfüm-Hersteller Elizabeth Arden: Weil Promi-Parfüms sich nicht mehr verkaufen, bricht der Umsatz weg. Nicht nur die Kunden, auch die Anleger flüchten. Eine geplante Übernahme des Konzerns platzte.

Justin Bieber und andere Promis brachten Elizabeth Arden den stärksten Umsatzeinbruch in zehn Jahren ein. dpa

Justin Bieber und andere Promis brachten Elizabeth Arden den stärksten Umsatzeinbruch in zehn Jahren ein.

BangaloreTaylor Swift und Justin Bieber ziehen nicht mehr – zumindest bei Parfüms. Weil sich die Marken der Sänger nicht mehr so gut verkaufen, brach der Umsatz beim Hersteller Elizabeth Arden im vierten Geschäftsquartal um 28 Prozent auf 191,7 Millionen Dollar ein. Das war der stärkste Rückgang in zehn Jahren.

Zudem warnte der Kosmetik-Konzern am Dienstag davor, dass der Trend in den nächsten sechs Monaten anhalten werde. Anleger reagierten entsetzt und flüchteten in Scharen. Die Aktie brach zu Handelsbeginn um 23 Prozent ein.

Das Unternehmen hat wegen steigender Verluste einen umfassenden Umbau eingeleitet. Im abgelaufenen Quartal summierte sich der Fehlbetrag auf 156 Millionen Dollar. Vor einem Jahr lag das Minus lediglich bei fünf Millionen Dollar.

Procter & Gamble : Pampers-Hersteller baut Stellen in Deutschland ab

Procter & Gamble

exklusivPampers-Hersteller baut Stellen in Deutschland ab

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat das Ende von weltweit etwa hundert Marken angekündigt. In Deutschland schwenkt das Unternehmen auf einen Sparkurs – mehrere hundert Stellen werden abgebaut.

Elizabeth Arden verkauft unter anderem Produktreihen von Elizabeth Taylor oder Britney Spears. Marken, die wenig Gewinne versprechen, schmiss der Konzern aus dem Programm. Das wiederum verschreckte den südkoreanischen Konkurrenten Household & Health Care, der die geplante Übernahme von Elizabeth Arden im Juni platzen ließ.

Nun steigt der Finanzinvestor Rhone Capital mit 50 Millionen Dollar ein und erhält dafür 7,6 Prozent der Firma. Der Anteil soll schrittweise erhöht werden, aber nicht mehr als 30 Prozent betragen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×