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05.01.2009

10:58 Uhr

Energie

Energiebörse EEX mit 2008 zufrieden

Die einzige deutsche Energiebörse EEX in Leipzig geht trotz Wirtschaftskrise optimistisch ins Jahr 2009. EEX-Chef Hans-Bernd Menzel erwartet keine negativen Auswirkungen der Rezession auf das Börsengeschäft.

HB LEIPZIG. 2008 sei zufriedenstellend gelaufen, das Handelsvolumen am Spotmarkt für den kurzfristigen Bedarf weiter gewachsen. Nach 124 Terawattstunden (TWh) 2007 wurden 2008 mehr als 140 TWh gehandelt. Die Preise im börslichen Spot- Stromhandel seien eingebrochen. So sei der Rekord-Preis von 88,30 Euro je Megawattstunde im September 2008 auf 54,55 Euro im Dezember gesunken. Branchenexperten erwarten, dass sich die gesunkenen Börsenpreise auch auf die Verbraucherpreise auswirken werden.

Die Kooperation mit der französischen Energiebörse Powernext ist laut Menzel auf gutem Weg. "Die Halbzeit ist erreicht, wir sind im Zeitplan und im geplanten Budget." EEX und Powernext legen ihren Spot- und ihren Terminhandel zusammen. Das Spotmarktgeschäft wird in Paris konzentriert, das Terminmarktgeschäft in Leipzig. Einen Durchbruch bei den Verhandlungen mit anderen potenziellen Partnern gibt es aber offensichtlich noch nicht. Gesprochen werde mit der belgischen Belpex. Etwa bis zum Frühjahr werde sich zeigen, ob es eine Kooperation geben werde oder nicht. Mit der norwegischen Nordpool Spot zögen sich die Gespräche vermutlich noch längere Zeit hin.

Die EEX hatte für das erste Halbjahr 2008 einen geringeren Vorsteuer-Gewinn verzeichnet als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern ging auf 7,3 Mio. Euro zurück. Als Grund wurden Änderungen bei steuerlichen Abgaben genannt. Mit rund 22,5 Mio. Euro konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent gesteigert werden. An der Leipziger Energiebörse handeln gut 200 Teilnehmer aus 20 Ländern.

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