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29.11.2014

16:49 Uhr

Entscheidung zu Airlines

Etihad-Einstieg bei Air Berlin erst 2015

Entscheidung vertagt: Air Berlin muss wohl noch bis ins nächste Jahr bangen, ob die Behörden den Einstieg der Partner-Airline Etihad absegnen. Auch die Kanzlerin sorgt sich einem Bericht zufolge um die Fluggesellschaft.

Ein Flugzeug von Air Berlin: Die Entscheidung über einen Einstieg von Etihad ist auf nächstes Jahr verschoben. Reuters

Ein Flugzeug von Air Berlin: Die Entscheidung über einen Einstieg von Etihad ist auf nächstes Jahr verschoben.

BerlinÜber den Einstieg der arabischen Airline Etihad bei Air Berlin wird nach einem Medienbericht erst im nächsten Jahr entschieden. Das berichtet die „WirtschaftsWoche“ (Samstag) unter Berufung auf Kreise des Bundesverkehrsministeriums. Die Behörde äußerte sich zunächst auf Anfrage nicht dazu. Einem Bericht des Magazins „Focus“ zufolge hat sich auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Debatte um die Zukunft von Air Berlin eingeschaltet.

Derzeit prüft das Luftfahrtbundesamt (LBA) das Etihad-Investment bei Air Berlin. Dabei geht es darum, ob Etihad die deutsche Fluggesellschaft - die Nummer Zwei nach Lufthansa - beherrscht. Mit Ergebnissen war eigentlich in diesen Wochen gerechnet worden. Das LBA untersteht Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Jüngst hatte die Behörde 34 Flüge mit gemeinsamer Flugnummer von Air Berlin und Etihad im Winterflugplan untersagt. Das Verkehrsministerium hatte die Weisung aber kurz darauf aufgehoben. Etihad hatte seinen Anteil an Air Berlin 2012 auf 29,2 Prozent aufgestockt und hat die Airline überdies mit Wandelanleihen und dem Ankauf des Bonusprogramms gerettet. An den Mehrheitsverhältnissen hängen die Verkehrsrechte Air Berlins in Europa. Entscheidet die LBA gegen Air Berlin, müsste die Linie einen großen Teil ihres Streckennetzes aufgeben.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

Nach Informationen des „Focus“ beschäftigt sich auch die Kanzlerin mit der Zukunft von Air Berlin. Merkel habe im Kabinett zu Dobrindt gesagt, sie wolle nicht „der Totengräber von Air Berlin sein“, berichtet das Magazin. Deutschland brauche den Wettbewerb von zwei starken nationalen Fluggesellschaften. Ein Regierungssprecher sagte auf Anfrage: „Zu einer angeblichen Äußerung im nicht-öffentlich tagenden Bundeskabinett äußern wir uns nicht.“

Von

dpa

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