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29.09.2014

12:11 Uhr

Erfolgreiche Kampagne

Coca Cola darf auf sich selbst anstoßen

Die Konsumenten greifen dank der „Trink 'ne Coke mit“-Kampagne wieder vermehrt zu Coca-Cola-Flaschen. Die personalisierten Dosen mit Namen erwiesen sich als Verkaufsschlager – auch dank der sozialen Netzwerke.

Personalisierte Getränkedosen haben die Verkaufszahlen von Coca Cola überraschend in die Höhe getrieben. Reuters

Personalisierte Getränkedosen haben die Verkaufszahlen von Coca Cola überraschend in die Höhe getrieben.

DüsseldorfSie heißen „Julia“, „Max“, „Bester Freund“ oder „Ehefrau“: Die personalisierten Dosen und Flaschen von Coca Cola erweisen sich in den USA als echter Verkaufsschlager. In den zwölf Wochen bis Ende August griffen 0,4 Prozent mehr US-Konsumenten zu den roten Flaschen mit dem weißen Schriftzug als noch im Vorjahreszeitraum. Das berichtet das „Wall Street Journal“ mit Verweis auf Zahlen des Finanzdienstleisters Wells Fargo.

Auch der Umsatz legte um 2,5 Prozent zu. Zum Vergleich: Die Konkurrenten Pepsi und Dr. Pepper verzeichneten im selben Zeitraum im August ein Minus. Im zweiten Quartal hatte auch der Getränkegigant Coca Cola noch einen Umsatzrückgang von einem Prozent verbucht.

Seinen Erfolg verdankt Coca Cola der weltweiten Marketingkampagne „Share a coke“: Mit personalisierten Flaschen schaffte es der Getränkehersteller nicht nur wieder häufiger in den Einkaufswagen der Kunden, sondern auch in die sozialen Netzwerke. Bilder mit den Dosen wurden zigfach auf Facebook und Twitter geteilt.

Deutschlands größte Getränkehersteller

Platz 10

PepsiCo – 9,75 Millionen Hektoliter

Während Pepsi dem großen roten Konkurrenten international die Stirn bieten kann – in Deutschland schafft es die Limo-Marke nur knapp in die Top 10. Zu den Marken des Konzerns gehören unter anderem Mountain Dew, 7 Up, Tropicana und der Energydrink Rockstar.

Quelle: Lebensmittelzeitung, Daten aus 2012

Platz 9

Oettinger Gruppe – 10,64 Millionen Hektoliter

Die Brauereigruppe braut insgesamt an vier Standorten in Deutschland Bier – neben den eigenen Marken unter anderem auch Carlsberg für Supermärkte. Nur am Bierabsatz gemessen gehört Oettinger zu den größten Brauereigruppen Deutschlands.

Platz 8

Riha Richard Hartinger – 11,04 Millionen Hektoliter

Aus dem Apfelmost-Hersteller in Rinteln ist über die Jahre ein internationaler Getränkekonzern geworden. Zu den Marken von Riha gehören Naturella, Wesergold und Extaler.

Platz 7

Anheuser-Busch InBev – 12,00 Millionen Hektoliter

Gemessen am Absatzvolumen ist AB INBev die größte Brauereigruppe der Welt. International punktet die Brauerei mit Marken wie Stella Artois, Leffe oder Budweiser. In Deutschland sind vor allem Beck's, Diebels und Franziskaner bekannt. Im Gesamt-Getränkeabsatz in Deutschland reicht es aber nur zu Platz 7.

Platz 6

Radeberger Gruppe – 13 Millionen Hektoliter

Das 1952 gegründete Unternehmen ist die größte Brauereigruppe Deutschlands. Zu Radeberger gehören neben der Stammmarke unter anderem Jever, Schöfferhofer und Hansa.

Platz 5

Bitburger Brauereigruppe – 14,05 Millionen Hektoliter

Hervorgegangen aus der Bitburger Brauerei zählt die Brauereigruppe zu den führenden Getränkeherstellern in Deutschland. Bedeutendste Marken des Unternehmens sind Bitburger, König Pilsener, Köstritzer und Wernesgrüner. Die Holding-Gesellschaft wurde 1999 gegründet.

Platz 4

Brandenburger Urstromquelle – 19 Millionen Hektoliter

Die Gruppe gehört zu den größten deutschen Getränkeherstellern, hat aber keine eigenen Marken. Es werden ausschließlich Bier und Mineralwasser unter verschiedenen Handelsmarken für europäische Discounter abgefüllt. Darunter fallen etwa Karlskrone bei Aldi oder Gut&Günstig Urstromquelle bei Edeka.

Platz 3

Hansa-Heemann Mineralbrunnen – 24 Millionen Hektoliter

Der unbekannte Mineralwasserriese aus Rellingen hat mit Hella zwar auch eine eigene Mineralwassermarke, verdient das meiste Geld aber mit den Handelsmarken großer Supermarktketten.

Platz 2

Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke MEG – 26,1 Millionen Hektoliter

Die 100-prozentige Tochter der Schwarz-Gruppe produziert alle Handelsmarken der konzerneigenen Supermarktketten Lidl und Kaufland und hat es damit innerhalb weniger Jahre an die Spitze der deutschen Getränkehersteller geschafft. Das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt ist heute der größte Mineralwasserproduzent Deutschlands.

Platz 1

Coca-Cola – 36 Millionen Hektoliter

Der rote Riese regiert auch den Getränkemarkt in Deutschland mit deutlichem Abstand. Die Zentrale zog 2003 von Essen nach Berlin. Mit Fanta wurde eine der großen internationalen Marken des Konzerns von der deutschen Tochter erfunden.

In den USA verwendete Coca Cola etwa 250 der beliebtesten Vornamen. Kunden konnten online zudem selbst Namensvorschläge für die Dosen machen. So entstanden auch welche mit der Abkürzung „BFF“ (Best Friends Forever, zu deutsch: „Beste Freunde für immer“), „Mom“ oder „Family“. Rund eine Million Dosen wurden allein in den USA für die Kampagne produziert.

Auch in Deutschland vermarktete der US-Hersteller sein Getränk mit dieser Kampagne, hier hieß sie „Trink 'ne Coke mit“ und wurde zur Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft auf die Namen der Nationalspieler erweitert. Ob der Umsatz und die Verkaufszahlen hierzulande ebenfalls zulegen konnten, wollte Coca Cola auf Anfrage von Handelsblatt Online nicht kommentieren. Das Unternehmen ließ aber mitteilen, dass die Aufmerksamkeit stärker gewesen sei, als man erwartet habe. „Bis heute verzeichnen wir eine hohe Frequenz bei den Online-Bestellungen auf meinecoke.de“, hieß es von der Pressestelle weiter.

Die Idee zu „Share a coke“ entstand übrigens nicht in Amerika, sondern in Australien. Lokale Manager und die Werbeagentur Ogilvy entwickelten das Konzept, um wieder mehr Konsumenten in die Geschäfte zu bekommen und online stärker zu wachsen. Inzwischen hat Coca Cola die Kampagne auf 80 Länder ausgeweitet.

Von

lih

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