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19.01.2006

08:34 Uhr

Erfolgreicher Start ins neue Jahr

Luxuskonsum beflügelt Douglas

VonC. Schlautmann

Henning Kreke, Vorstandschef der Hagener Douglas-Holding, gibt nach einem erfolgreichen Weihnachtsquartal eine neue Parole für den deutschen Einzelhandel aus: „Reiz ist geil“, kommentierte er gestern bei der Vorlage der Geschäftszahlen das hohe Wachstumstempo seines auf Lifestyle ausgerichteten Handelskonzerns.

DÜSSELDORF. Krekes Hoffnung auf eine Rückkehr des Luxuseinkaufs ist keineswegs unbegründet. Zwischen Oktober und Dezember legten die glitzernden Parfümerien, Buchhandlungen, Modehäuser, Confiserien und Schmuckläden des MDax-Unternehmens auf vergleichbarer Ladenfläche zwischen 1,6 und 4,1 Prozent zu. Die Filialen von Media-Markt/Saturn, dem Urheber des „Geiz-ist-geil“-Slogans, erlitten dagegen im vergangenen Jahr flächenbereinigt Umsatzeinbußen. In Deutschland gingen dort die Erlöse auf vergleichbarer Fläche in den ersten neun Monaten um 2,6 Prozent zurück, europaweit um 0,3 Prozent. Das Weihnachtsquartal, deutete die Konzernmutter Metro an, habe sogar noch unter diesem Niveau gelegen.

„Die Verbraucher gönnen sich wieder mehr“, sagt Handelsexperte Christian Schindler von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Dabei werde die klare Positionierung von Douglas im gehobenen Bereich von den Kunden eindeutig angenommen. Der Hagener Fachhandelskonzern sei eines der ganz wenigen Handelsunternehmen in Deutschland, die konzernweit auf vergleichbarer Fläche wachsen.

Nicht nur im Weihnachtsquartal, dem für Douglas ersten Quartal des Geschäftsjahres 2005/06, war der Umsatz mit 9,5 Prozent rasant gestiegen. Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr legte der Konzernumsatz um 5,7 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro zu. Bereinigt um den Verkauf von Christ in der Schweiz wuchs das Geschäft der Douglas-Holding sogar um 8,5 Prozent.

Das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit kletterte auf 119,5 Mill. Euro – nach 110 Mill. Euro im Vorjahr. Angekündigt hatte Douglas ein Ergebnis zwischen 114 und 116 Mill. Euro.

Die Aktie lag gestern dennoch mit über einem Prozent im Minus. Ein möglicher Grund: Zwar kündigte Konzernchef Kreke für das laufende Jahr einen Umsatzanstieg von sechs bis acht Prozent an, das Ergebnis soll jedoch etwas langsamer wachsen und am Jahresende bei 125 bis 127 Mill. Euro liegen. „Die Prognose ist angesichts des Umsatzwachstums sehr verhalten“, bemängelte ein Analyst.

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