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24.02.2013

15:43 Uhr

Ermittlungen

Millionen falsch deklarierte Bio-Eier verkauft

Wer Eier aus Freilandhaltung kauft, zahlt dafür gerne etwas mehr. Doch möglicherweise wurden Verbraucher in mehreren Bundesländern getäuscht. Hühnerställe sollen in vielen Fällen überbelegt gewesen sein.

Es besteht der Verdacht, dass viel mehr Hühner auf engstem Raum gehalten wurden als erlaubt. ap

Es besteht der Verdacht, dass viel mehr Hühner auf engstem Raum gehalten wurden als erlaubt.

Oldenburg/HannoverIn Niedersachsen und weiteren Bundesländern sind Ermittler einem möglicherweise systematischen Betrug bei der Haltung von Legehennen auf der Spur. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen rund 150 Betriebe in Niedersachsen, etwa 50 weitere Verfahren seien an Ermittler in anderen Ländern abgegeben worden, teilte die Behörde am Sonntag mit.

Es bestehe der Verdacht, dass viel mehr Hühner auf engstem Raum gehalten wurden als erlaubt - sowohl in der Freiland- als auch in der Käfighaltung. Erste Ermittlungen seien im Herbst 2011 eingeleitet worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Frauke Wilken, nach einem entsprechenden Bericht des „Spiegel“.

„Der Verdacht ist, dass es sich um systematischen Betrug handelt. Das ist kein Kavaliersdelikt, das wäre Verbrauchertäuschung“, sagte am Sonntag der neue Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Er kündigte Konsequenzen an, falls sich der Verdacht bestätigen sollte. Geprüft werde, ob den Betrieben die Zulassung entzogen wird. „Wir können aber erst entziehen, falls sich der Betrug bestätigt und die Betriebe überführt sind“, sagte Meyer.

Betroffen sind dem Minister zufolge überwiegend konventionelle Betriebe mit Freilandhaltung, aber auch einige Bio-Höfe. Für die Freilandhaltung sind mindestens vier Quadratmeter Auslauffläche pro Huhn vorgeschrieben. Dem Bericht zufolge sind Millionen Bio-Eier verkauft worden, die so nicht hätten deklariert werden dürfen.

Kommentare (21)

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HermannVanderstorm

24.02.2013, 16:45 Uhr

Ich habe noch nie geglaubt, dass überall wo BIO drauf steht, auch BIO drin ist. Es ist allerdings eine recht einfache Art, einen nicht gerechtfertigten Mehrpreis zu erzielen. BIO ist weiter nichts als Schei** - wie alles, was uns das rot-grüne Verblödungsmilieu angetan hat!

Gast

24.02.2013, 16:47 Uhr

Bei uns in der Gegend ist eine Nerzfarm. Diese vestösst, behördlich, wie auch publik Bekannt, gegen alle Halten-Auflagen.
Es passiert nichts, weil es die Bürger nicht juckt, geschweige denn betrifft, und der Kreis etwas mehr Geld einstreichen kann.

Das aus dem Artikel und viele, viele andere Beispiele gibt es _überall_. Und wenn man dann mal über die deutschen Grenzen schaut....

otto

24.02.2013, 17:15 Uhr

Es muss sich um heimische Nerze handeln -

Migranten Nerze würden schon längst glücklich in einem staatlichen Tierpark tollen.

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