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04.05.2012

19:06 Uhr

Erneute Geldstrafe

EasyJet wegen Diskriminierung Behinderter verurteilt

EasyJet muss erneut wegen Diskriminierung von Behinderten ein Bußgeld zahlen. Die Billigfluglinie hatte eine Rollstuhlfahrerin gegen ihren Willen aus dem Flugzeug gebracht.

Die Billigfluglinie EasyJet muss erneut eine Geldstrafe wegen Diskriminierung Behinderter zahlen. dpa

Die Billigfluglinie EasyJet muss erneut eine Geldstrafe wegen Diskriminierung Behinderter zahlen.

ParisWegen der Diskriminierung Behinderter ist die Billigfluglinie EasyJet in Frankreich erneut zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Pariser Strafkammer ordnete am Freitag ein Bußgeld in Höhe von 5000 Euro an, weil die Fluggesellschaft eine im Rollstuhl sitzende Reisende zum Verlassen des Flugzeugs zwang, da sie ohne Begleiter unterwegs war.

Außerdem muss EasyJet der Klägerin 5000 Euro Entschädigung zahlen, einen symbolischen Euro an die als Nebenklägerin auftretende französische Behindertenvereinigung überweisen und Anwaltskosten in Höhe von 4000 Euro übernehmen.

Die 39-jährige Klägerin hatte im März 2010 von Paris nach Nizza fliegen wollen, nachdem sie am Vortag bereits in die entgegengesetzte Richtung geflogen war. Bereits im Flugzeug, wurde sie vom Personal zum Verlassen der Maschine aufgefordert, weil sie ohne Begleitung im Ernstfall nicht allein den Notausgang hätte benutzen können.

Ein Pilot unter den Fluggästen bot zwar seine Hilfe an, die vom diensthabenden Piloten befragte EasyJet-Leitung lehnte dies jedoch ab. Gegen ihren Willen wurde die Klägerin aus dem Flugzeug gebracht. Der diensthabende Pilot wurde von dem Strafgericht freigesprochen.

Im Januar war EasyJet bereits von einem Strafgericht in Bobigny bei Paris zu einer Geldstrafe von 70.000 Euro verurteilt worden, weil die Airline drei anderen Behinderten den Flug verweigert hatte. Die drei Kläger erhielten jeweils 2000 Euro Entschädigung.

Von

afp

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