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04.05.2011

19:31 Uhr

Erstes Quartal

Lufthansa startet mit Verlust ins Jahr

Hohe Spritkosten, die Revolutionen im Nahen Osten und der Japan-GAU haben die Lufthansa im ersten Quartal belastet. Operativ schlug ein Millionenverlust zu Buche - allerdings hatten Analysten mit Schlimmerem gerechnet.

Boeing 737 der Lufthansa auf dem Flughafen Rostock. Quelle: dpa

Boeing 737 der Lufthansa auf dem Flughafen Rostock.

Die Lufthansa hat im ersten Quartal rote Zahlen geschrieben. Operativ verbuchte die größte deutsche Fluggesellschaft im ersten Quartal 2011 einen Verlust von 227 Millionen Euro nach einem Minus von 330 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Mittwochabend nach Börsenschluss mitteilte. Der Verlust fiel allerdings geringer aus als erwartet - Analysten hatten mit 249 Millionen Euro operativem Verlust gerechnet.

Im Kerngeschäft mit Passagieren und Fracht legte Europas größte Fluggesellschaft trotz aller Belastungen aber zu: Der Quartalsumsatz stieg von 5,8 auf 6,4 Milliarden Euro. Der Vorstand bestätigte die Prognose für 2011: Im Gesamtjahr strebt die Lufthansa weiterhin einen operativen Gewinn und Umsatz über dem Vorjahresniveau an. Konzernweit verbuchte Lufthansa 2010 mit ihren gut 117.000 Mitarbeitern bei einem Umsatz von 27,3 Milliarden Euro einen operativen Gewinn von 876 Millionen. Ihren vollständigen Quartalsbericht will die Lufthansa am Donnerstag vorlegen - vorab gab es am Mittwoch nur einige wenige Kennzahlen.

Vorstandschef Christoph Franz hatte auf der Hauptversammlung am Dienstag bereits von zahlreichen Belastungen in jüngster Zeit gesprochen. So beeinträchtigten die hohen Treibstoffpreise und Buchungsrückgänge infolge der Japan-Katastrophe die Geschäfte. Zu schaffen machten der Airline zudem die Anfang des Jahres in Deutschland eingeführte Ticket-Steuer sowie die Revolutionen im Nahen Osten.

Um die Lasten abzufedern, will die Gesellschaft auch in diesem Jahr mindestens 350 Millionen Euro einsparen. Die Lufthansa-Aktien weiteten im Frankfurter Parketthandel ihre Verluste aus und lagen 5,2 Prozent tiefer bei 14,47 Euro.  

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