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24.07.2014

17:15 Uhr

Erstmals seit 1980

American Airlines zahlt Dividende

American Airlines zahlt nach 34 Jahren wieder eine Dividende und ist mit positiven Nachrichten kein Einzelfall: Die US-Fluggesellschaften verdienen so gut wie nie. Das liegt auch an Fusionen und dem Abbau von Schulden.

Nach dem Zusammenschluss mit dem Rivalen US Airways hat American Airlines Aufwind. ap

Nach dem Zusammenschluss mit dem Rivalen US Airways hat American Airlines Aufwind.

Fort WorthAuf dieses Geschenk haben die Aktionäre von American Airlines ganze 34 Jahre warten müssen: Die neue Nummer eins der Branche zahlt erstmals seit 1980 wieder eine Dividende. Sie beträgt 10 Cent je Aktie. Hintergrund sind sprudelnde Gewinne nach der erfolgreich überstandenen Insolvenz und dem Zusammenschluss mit dem Rivalen US Airways.

„Wir sind sehr zufrieden, den höchsten Quartalsgewinn in der Geschichte von American Airlines verkünden zu können“, erklärte Firmenchef Doug Parker. American Airlines ist dabei nicht die einzige Gesellschaft, bei der die Gewinne auf historischem Niveau liegen. Auch United, Delta, Southwest oder Jetblue konnten im vergangenen Quartal deutlich mehr verdienen.

Hintergrund sind hohe Ticketpreise, eine gute Auslastung der Flieger, der Abbau von Schulden durch zahlreiche Insolvenzen in der Branche sowie Kostensenkungen. Dank Fusionen gibt es zudem auf dem amerikanischen Markt deutlich weniger Konkurrenz als früher.

American Airlines verdiente im zweiten Quartal unterm Strich 864 Millionen Dollar (641 Mio Euro) und damit fast vier Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum. „Unsere Fusion hat gut begonnen“, erklärte Parker. Die nächstgroße Gesellschaft United Airlines konnte ihren Gewinn um 68 Prozent auf unterm Strich 789 Millionen Dollar hochschrauben. United war mit Continental zusammengegangen.

Schon zuvor hatte Delta Air Lines den Rivalen Northwest geschluckt - was sich ebenfalls ausgezahlt hat. Der Gewinn verbesserte sich um 17 Prozent auf unterm Strich 801 Millionen Dollar. „Wir erwarten, dass unser September-Quartal noch stärker wird“, hatte Konzernchef Richard Anderson erklärt.

Auch die nur im Inland fliegenden Gesellschaften Southwest und Jetblue konnten bei der Vorlage ihrer Geschäftszahlen am Donnerstag jubilieren: Bei Southwest verdoppelte sich der Gewinn auf unterm Strich 465 Millionen Dollar, bei Jetblue wurden aus mageren 36 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum satte 230 Millionen Dollar.

Für die alte American Airlines war die Fusion mit US Airways gleichzeitig der Ausweg aus der Insolvenz, bei der sie ihre Schulden abbaute. Das eröffnete jetzt neben der Dividende den finanziellen Spielraum für einen Aktienrückkauf in Höhe von einer Milliarde Dollar. United will Aktien im gleichen Wert zurückkaufen.

Von

dpa

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