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14.11.2011

12:11 Uhr

Erwartungen erfüllt

Marktforscher GfK verlangsamt Wachstum

Der größte deutsche Marktforscher GfK wächst langsamer und wird vorsichtiger, seinen Umsatz konnte das Unternehmen von Juli bis September diesen Jahres um fünf Prozent steigern. Zugleich warnte die GfK vor dem Wirtschaftsabschwung.

Blick auf das Logo an der Zentrale der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg: der Marktforscher wächst langsamer. dpa

Blick auf das Logo an der Zentrale der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg: der Marktforscher wächst langsamer.

MünchenDeutschlands größter Marktforscher GfK spürt erste Anzeichen des Abschwungs. Umsatz und Gewinn stiegen zwar auch im dritten Quartal 2011 deutlich, das Tempo war aber nicht mehr ganz so hoch wie noch in den Monaten zuvor. Vor allem in den USA, wo die hohe Arbeitslosigkeit den Konsum hemmt, gibt es Probleme. Während alle sonstigen Regionen in den ersten neun Monaten zwischen neun und 15 Prozent zulegten, stürzten die Einnahmen in Nordamerika um zehn Prozent ab. Hier werde auch in Zukunft nur mit einem verhaltenen Geschäft gerechnet, sagte Vorstandschef Klaus Wübbenhorst am Montag.

Von Juli bis September kletterte der Umsatz um fünf Prozent auf 338,5 Millionen Euro, der Überschuss um 15 Prozent auf 29,7 Millionen. Damit erreichte der Nürnberger Konzern bei den Erlösen in etwa die Erwartungen der Analysten, beim Gewinn lag er klar darüber. Hier hatten die Experten nur mit einem Überschuss von 26,5 Millionen Euro gerechnet. An der Börse verteuerten sich GfK-Aktien daraufhin um gut ein Prozent auf knapp 34 Euro.

Das Unternehmen - bekannt für seinen monatlichen Konsumklima-Index und die Erhebung der TV-Einschaltquoten - gab sich für das Gesamtjahr einen Tick optimistischer. Ohne Sondereffekte wie Akquisitionen sollen die Erlöse um fünf bis sechs Prozent steigen. Dabei werde wohl das obere Ende der Spanne erreicht, wie das Management nun betonte. Bis Ende Oktober seien bereits knapp 97 Prozent der für 2011 erwarteten Umsätze verbucht oder im Auftragsbuch enthalten gewesen. Die operative Marge soll zudem 2011 mindestens bei 14,3 Prozent liegen, dem Vorjahresniveau. Voraussetzung dafür ist jedoch ein exzellentes Schlussquartal. Denn nach den ersten neun Monaten waren es erst 13,1 Prozent.

Ab Dezember übernimmt der bisherige IBM -Manager Matthias Hartmann das Ruder bei der GfK. Als Nachfolger des langjährigen Chefs Wübbenhorst soll er den Umsatz bis 2015 auf zwei (2010: 1,3) Milliarden Euro hieven und die operative Marge weiter verbessern. Vor allem in den Schwellenländern will der Konzern seine Präsenz ausbauen, auch mit Zukäufen.

Von

rtr

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