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25.01.2005

08:54 Uhr

Essent expandiert im deutschen Energiemarkt

Niederländer schmieden Stadtwerke-Allianz

VonJürgen Flauger

Der niederländische Energiekonzern Essent baut sich in Deutschland ein Stadtwerke-Netzwerk auf. „Wir schauen uns nach Stadtwerken um, weil wir festgestellt haben, dass die direkte Belieferung von Gewerbekunden schwierig und von Privatkunden fast undenkbar ist“, sagte der Chef der Deutschen Essent, Paul van Son, im Gespräch mit dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. Zum einen strebt das Unternehmen dabei weitere Beteiligungen an Kommunalversorgern an. Zum anderen versucht es neue Partner für die Stadtwerke-Allianz Kom-Strom, an der Essent 51 Prozent der Anteile hält, zu gewinnen.

Essent ist einer der wenigen ausländischen Energiekonzerne, die noch auf dem deutschen Markt aktiv sind. Das Unternehmen ist bereits 1999, ein Jahr nach der Liberalisierung, nach Deutschland gekommen. Zahlreiche Wettbewerber aus dem Ausland, vor allem die US-Konzerne, haben sich in der Zwischenzeit wieder zurück gezogen.

Die Deutsche Essent ist vor allem im Stromvertrieb aktiv, versucht seit vergangenem Jahr aber auch im Gasmarkt Fuß zu fassen. Sie ist mit 51 Prozent an der Bremer SWB AG beteiligt und über diese indirekt an fünf weiteren Stadtwerken. Mit der Tochter Winkra-Energie GmbH ist Essent zudem einer der größten Windenergie-Produzenten in Deutschland. 2003 setzte Essent 920 Mill. Euro um. Im vergangenen Jahr ist sie nach van Sons Worten „ganz nah“ an die Marke von einer Milliarde Euro gekommen. Zur Gewinnentwicklung wollte sich der Geschäftsführer aber nicht äußern.

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