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06.06.2017

16:58 Uhr

Etihad

Airline offen für vertieftes Bündnis mit Alitalia

Die Airline Etihad will an ihrer Beteiligung an der krisengebeutelten Fluglinie Alitalia weiterhin festhalten. Denn es gäbe zwischen beiden Unternehmen starke Verbindungen. Alitalia verzeichnete zuletzt herbe Verluste.

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Rom/Abu DhabiDie arabische Fluggesellschaft Etihad hat ihre vom Aus bedrohte Beteiligung Alitalia noch nicht aufgegeben. „Es gibt weiterhin starke Verbindungen zwischen Alitalia und Etihad“, sagte ein Etihad-Sprecher am Dienstag. „Wir sind offen, alle Optionen zu prüfen, um diese Verbindungen beizubehalten und möglicherweise zum gemeinsamen Vorteil zu vertiefen.“ Die einstige italienische Staatsfluglinie Alitalia sucht dringend nach einem Käufer. Großaktionär Etihad hatte sich geweigert, weiteres Geld zuzuschießen, nachdem die Alitalia-Belegschaft einen Sanierungsplan inklusive herber Einschnitte abgelehnt hatte.

Alitalia erwirtschaftet seit Jahren Verluste. Laut einem Bericht der Tageszeitung „Il Sole 24 Ore“ haben inzwischen etwa 30 Airlines und Finanzinvestoren unverbindlich Interesse an Alitalia bekundet. Demnach könnten darunter die Fluglinien Delta, Air France-KLM und Etihad sowie die Finanzinvestoren TPG und Cerberus sein.

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Die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia steht offiziell zum Verkauf. An Interesse mangelt es offenbar nicht: Laut einem Sonderbeauftragten gibt es 32 Interessensbekundungen für die Airline.

Alitalia hat drei Milliarden Euro Schulden, aber Vermögenswerte im Wert von nur 921 Millionen Euro. Interessenten können Gebote für das gesamte Unternehmen oder nur für die Vermögenswerte abgeben. Zudem können sie Sanierungspläne vorlegen. Etihad hatte sich 2014 mit 49 Prozent an Alitalia beteiligt und wollte die Italiener wie die deutsche Fluggesellschaft Air Berlin zu einem Zubringer für ihr Drehkreuz im arabischen Emirat Abu Dhabi aufbauen. Beide Investitionen erwiesen sich aber als Milliardengrab.

Die US-Fluglinie Delta ließ wissen, dass sie sich die Entwicklung bei Alitalia anschaue. Sie arbeitet gemeinsam mit Air France-KLM mit den Italienern zusammen. Abgewinkt haben Lufthansa, Ryanair und die British-Airways-Mutter IAG. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte beim Weltluftfahrtverband IATA im mexikanischen Cancún, er werde sich freiwerdende Start- und Landerechte sowie Flugzeuge ansehen, wenn sie nach einer Alitalia-Insolvenz zur Disposition stünden. Chancen in Italien sieht er gerade für die Lufthansa-Billigmarke Eurowings.

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Die Fluggesellschaften rechnen dank eines unerwartet hohen Aufkommens an Fluggästen wieder mit besseren Geschäften. Auch Lufthansa-Chef Spohr zeigt sich optimistischer. Sorgen bereiten vor allem politische Risiken.

Die Alitalia-Sonderverwalter arbeiten derzeit an einem Geschäftsplan für das Unternehmen, der Ende Juli vorliegen und über 18 Monate reichen soll. Alitalia wollte sich am Dienstag nicht äußern.

Von

dpa

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