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06.12.2011

17:13 Uhr

Etihad

Arabische Fluggesellschaft will bei Air Berlin einsteigen

Die arabische Fluggesellschaft Etihad steht offenbar kurz vor dem Einstieg bei Air Berlin. Noch diese Woche solle der Einstieg bei der zweitgrößten deutschen Fluglinie verkündet werden.

Etihad will offenbar bei Air Berlin einsteigen. ap

Etihad will offenbar bei Air Berlin einsteigen.

FrankfurtDeutschlands zweitgrößte Fluglinie Air Berlin hat einem Magazinbericht zufolge mit der arabischen Fluggesellschaft Etihad voraussichtlich einen neuen Investor gefunden. Noch in dieser Woche wolle Air Berlin den Einstieg der staatlichen Fluglinie des Emirats Abu Dhabi verkünden, berichtete das „Manager Magazin“ am Dienstag unter Berufung auf Branchenkreise. Geplant sei offenbar eine Minderheitsbeteiligung. Dabei würden wohl neue Aktien ausgegeben, um Air Berlin mit frischen Kapital auszustatten. Air Berlin wollte diese Informationen nicht kommentieren.

Dem Magazinbericht zufolge soll am Mittwoch das Board von Air Berlin zusammenkommen, um über das Geschäft zu beraten. Dazu sagte ein Air-Berlin-Sprecher: „Es findet eine ganz normale, seit Monaten geplante Sitzung statt, bei der die Jahreszahlen besprochen werden sollen.“ Über einen Einstieg von Etihad wurde bereits seit längerem in den Medien spekuliert. Air Berlin steckt nach Jahren schneller Expansion tief in den roten Zahlen und hat einen Schuldenberg von mehr als 600 Millionen Euro angehäuft.

Air Berlin kommentierte den Bericht nicht, ein Etihad-Sprecher sagte: „Das ist ein fehlerhafter Bericht.,“ Etihad Airways nehme zu derartigen Spekulationen nie Stellung. Die Fluglinie sage lediglich, dass sie mit vielen Fluggesellschaften häufig über alle möglichen Themen und Gelegenheiten rund um den Globus spreche.

Ex-Bahn-Chef Hartmut Mehdorn, der seit dem Spätsommer den Konzern leitet, hatte dem Unternehmen einen scharfen Sparkurs verordnet. Die Flugzeugflotte wird verkleinert, zudem dünnt Air Berlin ihr Streckennetz aus und verschiebt die Bestellungen neuer Flieger. Ihr Ziel, in diesem Jahr operativ in die Gewinnzone zurückzukehren, hatte Air Berlin im November endgültig aufgegeben.

Die Aktie der Fluggesellschaft gab am Dienstag um rund vier Prozent nach wegen der Furcht vor einer Kapitalerhöhung.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Fred_Kirchheimer

06.12.2011, 18:12 Uhr

Man präsentiert quasi eine Leermeldung: Wir wissen nichts Gewisses, aber wir schreiben schon mal darüber.
Grundsätzlich gilt, daß erst ein unterschriebener Vertrag den Weg vorgibt. Absichtserkläruzngen sind etwas für den Flurfunk.

Account gelöscht!

08.12.2011, 09:22 Uhr

Herr Kichheimer, Sie wissen doch mit Sicherheit selbst, wenn dieser Deal schon in der Presse steht wie im Handelsblatt zu lesen war, dann können auch Sie davon ausgehen, daß Air Berlin das „sinkende Schiff“ verlassen wird !!!

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