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06.12.2011

19:44 Uhr

Etihad

Golf-Airline kurz vor Einstieg bei Air Berlin

VonJens Koenen

Seit Wochen kursieren Spekulationen - doch jetzt scheint der Einstieg von Etihad bei der angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin Wirklichkeit zu werden. Die Nachricht sorgt für Unruhe.

Die Golf-Airline Etihad steht kurz vor dem Einstieg bei der angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin. dpa

Die Golf-Airline Etihad steht kurz vor dem Einstieg bei der angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin.

FrankfurtHartmut Mehdorn, seit September amtierender Chef von Air Berlin, drückt auf die Tube. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, steht Etihad, eine der drei rasant wachsenden Airlines aus den Emiraten, kurz vor dem Einstieg bei der zweitgrößten Fluggesellschaft Deutschlands.

Mittwoch trifft sich der Verwaltungsrat von Air Berlin. Neben Budgetgesprächen steht auch der Einstieg der arabischen Airline auf der Agenda. Eine Entscheidung des Boards sei schon heute möglich, sie könne sich aber auch über den Jahreswechsel hinziehen. Allerdings kennt Etihad das Unternehmen bereits – schon 2008 gab es Verhandlungen über einen Einstieg.

Danach ist die Ausgabe neuer Aktien geplant, um den Investor ins Boot zu holen. Ein solches Szenario sorgte an der Börse für Unruhe. Die Aktien von Air Berlin gaben um 6,3 Prozent nach und kosteten nur noch 2,33 Euro.

Die Sorge der Anleger: Um wirklich Liquidität in größerem Umfang zu bekommen, müsste eine Kapitalerhöhung so groß ausfallen, dass der Anteil der anderen Investoren, allen voran die türkische Esas Holding (16,48 Prozent), stark verwässert würde. Gleichzeitig darf die Grenze von 49,9 Prozent nicht überschritten werden, sonst würde Air Berlin die Verkehrsrechte verlieren.

Seit Hartmut Mehdorn, der frühere Bahn-Chef, im September die Führung von Air-Berlin aus den Händen des Gründers Joachim Hunold übernommen hat, geht es vor allem um zwei Dinge: die kurzfristige Sicherung der Liquidität, um den Winter zu überstehen, sowie die langfristige Sanierung der Airline.

Kommentare (1)

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07.12.2011, 12:05 Uhr

Ich habe immer an Air Berlin geglaubt das diese wieder auf die "Beine" kommen.
Viele haben diese Airline schon tot gesagt, desto mehr freue ich mich ( so wie es momentan ausschaut ), das es Herrn Mehdorn ( den man so einiges nachsagt ), sich tatsächlich für die Airline stark macht. Der Deal mit „Etihad“ steht kurz vor dem Abschluß.
Damit wäre Air Berlin gerettet und wird weiterhin Deutschlands zweit Größe Airline bleiben und das ist gut so.

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