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24.01.2005

20:10 Uhr

EU-Kommission billigt Fusion

Grünes Licht für neuen Werbe-Riesen

Die Übernahme der US-Werbegruppe Grey durch den britischen Konkurrenten WPP wurde von der EU-Kommission ohne Auflagen gebilligt.

HB BRÜSSEL. Nach dem Zusammenschluss bleiben genügend starke Konkurrenten in der Branche übrig, teilte die Kommission nach einer mehrmonatigen Prüfung in Brüssel mit. WPP dürfte mit Grey zum weltweit größten Werbekonzern werden.

Bei der Transaktion sollen 1,52 Mrd. Dollar (1,17 Mrd Euro) fließen. Die Fusion hat deutliche Auswirkungen auf Deutschland, wo Grey nach früheren eigenen Angaben mit 30 Unternehmen und 1200 Mitarbeitern bisher die Nummer zwei unter den Werbeagenturgruppen ist.

Die Wettbewerbshüter nahmen besonders den Mediengroßeinkauf unter die Lupe. Dabei geht es um den Kauf von Werbezeiten und -plätzen in verschiedenen Medien. „Weitere starke Konkurrenten boten jedoch Gewähr für ausreichenden Wettbewerb, da auch nach der Fusion sechs große internationale Anbieter mit beträchtlicher finanzieller Macht auf dem Markt des Mediengroßeinkaufs in Deutschland tätig sein werden“, berichtete die Kommission.

Darüber hinaus untersuchten die Wettbewerbshüter, ob die Nachfragemacht von WPP/Grey gegenüber Medien, Rundfunkanstalten, Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland erheblich steigen werde. Laut Kommission reicht die „Gegenmacht der Medienbetreiber“ und die Stärke der Konkurrenten aus, um weiterhin wirksamen Wettbewerb zu gewährleisten.

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