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26.11.2014

19:27 Uhr

EU-Pläne

Reeder sollen CO2-Ausstoß melden

Aufgrund des europäischen Emissionshandels müssen Firmen Rechte zum CO2-Ausstoß vorweisen. Die Schifffahrt ist die einzige Branche, die nicht daran teilnimmt. Nun gibt es einen ersten Schritt hin zu schärferen Auflagen.

Containerschiffe im Hamburger Hafen: Reeder sollen künftig den CO2-Ausstoß ihrer Schiffe melden. dpa

Containerschiffe im Hamburger Hafen: Reeder sollen künftig den CO2-Ausstoß ihrer Schiffe melden.

Brüssel Reeder sollen künftig den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Schiffe für Reisen von oder nach Europa melden. Die Botschafter der Mitgliedstaaten der Europäischen Union stimmten am Mittwoch in Brüssel für die Pläne.

Zuvor hatten sich Unterhändler der EU-Staaten und des Parlaments im Grundsatz auf die neuen Regeln geeinigt. Sie sollen ab dem 1. Januar 2018 für große Schiffe gelten, die auf dem Weg zum Hafen eines EU-Landes sind oder von dort kommen. Ausnahmen soll es etwa bei Kriegs- oder Fischereischiffen geben. Das EU-Parlament muss der Vereinbarung mit den EU-Staaten allerdings noch formell zustimmen.

Kohlendioxid (CO2) ist ein Treibhausgas, das zur globalen Erwärmung beiträgt. Die Schifffahrt ist die einzige Branche, die nicht am europäischen Emissionshandel teilnimmt. Dabei müssen Firmen Rechte zum CO2-Ausstoß vorweisen. Längerfristig soll die CO2-Menge dabei sinken. Die Meldepflicht für Reeder gilt als erster Schritt hin zu schärferen Auflagen. Die Schifffahrt ist nach Angaben der EU-Kommission für vier Prozent des Treibhausgas-Ausstoßes der EU verantwortlich.

Die größten Reedereien der Welt

Platz 10

OOCL – 104 Schiffe

Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung unter dem Namen „Orient Overseas Line“ gegründet. Noch im selben Jahr begann Tung regelmäßiger Routen nach Nordamerika und Europa zu etablieren. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. 1969 wurde das Unternehmen zur „Orient Overseas Container Line“ und transportierte als erste asiatische Reederei regelmäßig Containerfracht über den Pazifik. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Quelle: Alphaliner, Stand 06. Januar 2016

Platz 9

CSCL - 124 Schiffe

Die China Shipping Container Lines (CSCL) gehören zu den jüngsten Reedereien der Containerschifffahrt und gehört zur China Shipping Group. Seit 1997 expandiert die chinesische Reederei massiv – und steuert alleine in China über 40 Häfen an.

Platz 8

Hamburg Süd – 134 Schiffe

Es ist ein Unternehmen mit Tradition: Hamburg Süd ging 1871 aus dem Zusammenschluss von elf Hamburger Handelsgesellschaften hervor. Heute gehört die Reederei zum Oetker-Konzern. Im März 2015 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI.

Platz 7

PIL – 147 Schiffe

Mit der Küstenschifffahrt und kleinen Liniendiensten von Singapur in die Häfen Südostasiens begann 1967 die Erfolgsgeschichte der Pacific International Lines. In den folgenden Jahrzehnten dehnte die Reederei ihr Containerliniennetz von Asien nach Europa und schließlich in die ganze Welt aus. Bis heute ist PIL ein Familienunternehmen.

Platz 6

Cosco - 169 Schiffe

Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut.

Platz 5

Hapag-Lloyd - 172 Schiffe

Hapag-Lloyd ging 1970 aus der Fusion von Hapag und Norddeutschem Lloyd hervor. 2014 übernahm der Konzern den chilenischen Konkurrenten CSAV, um im Wettbewerb der Großen mithalten zu können. Muttergesellschaft ist der Tui-Konzern.

Platz 4

Evergreen - 192 Schiffe

Anders als der Name vermuten lässt, kommt die Reederei Evergreen aus China, genauer: aus Taipeh. Zum Konzern gehören die Uniglory Marine aus Taiwan, die Evergreen Marine UK (vorher: Hatsu Marine) aus Großbritannien und die Lloyd Triestino (einst Österreichischer Lloyd, seit 2006 Italia Marittima). Darüber hinaus hält die Reederei Beteiligungen an der Fluggesellschaft Eva Air und an der Hotelkette Evergreen Laurel.

Platz 3

CMA CGM - 461 Schiffe

Aus Compagnie Générale Maritime (CGM) und der Compagnie Maritime d'Affrètement (CMA) entstand 1999 die größte Reederei Frankreichs, die auch weltweit in der Top drei landet. Mit der CMA CGM Marco Polo betreibt das Unternehmen eines der größten Containerschiffe der Welt, an Bord ist Platz für über 16.000 Container.

Platz 2

MSC - 487 Schiffe

Eine der größten Reedereien der Welt kommt ausgerechnet aus der Schweiz. Die Mediterranean Shipping Company (MSC) aus Genf wuchs jahrelang rasant durch den Kauf gebrauchter Containerschiffe, bestellt mittlerweile aber auch neue Schiffe. Wichtigster Umschlagplatz ist der Hafen in Antwerpen, weltweit steuert die Reederei 270 Häfen an.

Platz 1

APM-Maersk - 585 Schiffe

Das größte Containerimperium der Welt wird von Kopenhagen aus gesteuert. Seit 1904 sind die Dänen im Frachtgeschäft tätig und unterhalten mittlerweile Niederlassungen in 135 Ländern. Neben der Containerschifffahrt gehört auch die Öl- und Gasförderung zum Geschäft von Maersk.

Das neue EU-Gesetz muss noch einige Hürden nehmen. Endgültig beschlossen ist es, wenn auch das Plenum des Europaparlaments und die Minister der EU-Staaten zugestimmt haben. Dies dürfte bis Frühjahr kommenden Jahres geschehen sein.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.11.2014, 09:43 Uhr

Und diese Grün-Sozialistische EU Ideologie Diktatur eines CO2 freien EU-Deutschland greift weiter um sich. Diese CO2-Ideologie eines menschengemachten Klimawandel ist eine Lügen und Betrugsgeschichte der grünen Mafiapolitik und macht aus einer stolzen und freien Marktgesellschaft eine staatlich-ideologisch Diktatgeselslchaft gegen jede freie Marktwirtschaft (Freiheit des Volkes)!
CO2 Klimaerwärmungsmärchen = Diktatur und Freiheitsberaubung einer Gesellschaft durch eine grüne Ideologie.

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