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24.01.2013

11:17 Uhr

EU treibt alternatives Tanken an

EU will Hunderttausende Strom-Tankstellen

VonThomas Ludwig

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen in den kommenden Jahren Hunderttausende Ladestationen für Elektroautos entstehen. Entsprechende Pläne will Verkehrskommissar Siim Kallas am Donnerstag vorstellen.

Bis 2020 sollen in Deutschland fast 150.000 Ladestationen für Elektroautos entstehen. dpa

Bis 2020 sollen in Deutschland fast 150.000 Ladestationen für Elektroautos entstehen.

BrüsselMehr umweltfreundliche Kraftstoffe im Tank und mehr Elektroautos auf Europas Straßen — das ist das Ziel des jüngsten Vorstoßes der EU-Kommission für den Straßenverkehr der Zukunft. Plänen von Verkehrskommissar Siim Kallas zufolge wird Brüssel den Mitgliedstaaten verbindliche Vorgaben machen hinsichtlich einer Mindestinfrastruktur für saubere Kraftstoffe, wie Elektrizität, Wasserstoff und Erdgas (LNG und CNG) sowie gemeinsamer Standards für die Ausstattung.

Jedes EU-Mitglied soll künftig eine Mindestanzahl von E-Ladestationen mit einem einheitlichen Ladestecker vorhalten. In Deutschland zum Beispiel soll es innerhalb der nächsten acht Jahre
150 000 öffentlich zugänglicher Ladestationen geben. Derzeit sind es knapp 2000. „Der nationale Gesetzgeber hat die Pflicht und die Möglichkeiten, entsprechende Regeln zum Beispiel über Baugenehmigungen, auf den Weg zu bringen“, heißt es in der Kommission. Als einheitlichen Ladestecker erklärt Brüssel den in Deutschland gebräuchlichen Stecker „Typ 2“ nun zur Norm für die gesamte EU.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

„Das ist eine gute Nachricht für die Autofahrer in Europa“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, dem Handelsblatt. Der Aufbau standardisierter und anbieterunabhängiger Ladesäulen müsse parallel zur Marktentwicklung erfolgen. Damit sich die Elektromobilität am Markt durchsetze, so Wissmann, seien neben einer ausreichenden Infrastruktur auch wirksame Impulse für die Einführung alternativer Antriebskonzepte notwendig.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen 2020 rund eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Frankreich hofft auf zwei Millionen, die Spaniens Regierung gar auf 2,5 Millionen Fahrzeuge.

Einem umweltfreundlicheren Verkehr stehen stehen bis dato vor allem drei Hindernisse im Weg: teure Fahrzeuge, geringe Verbraucherakzeptanz sowie der Mangel an Ladestationen und Tankstellen. Den daraus resultierenden Teufelskreis will die Kommission nun durchbrechen.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

23.01.2013, 20:33 Uhr

Günter Mittag soll für die Koordination geklont/wiederauferstanden werden, munkeln Kreise.

Brasil

23.01.2013, 20:47 Uhr

EU wiil, EU verlangt, EU, EU, EU! Mit welcher demokratioschen legitimation? Fragt sich im Volk wohl niemand?
Wieso steht das Volk nicht auf und jagt diese Paarasiten endlich zum Teufel! Es gibt doch genuegend Laternenmasten, oder nicht?

adamopel

23.01.2013, 20:49 Uhr

Nonsens typisch EU-Diktat. Elektroautos werden sich nicht durchsetzen. Das haben einige Hersteller längst erkannt und treiben den Unsinn nicht mehr weiter. Freie Märkte brauchen freie Entscheidungen und keine Murksinvestitionen durch die Pleite-EU.

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