Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.08.2012

13:33 Uhr

Euro-Krise

Carrefour plant 600 Entlassungen

Der größte europäische Einzelhändler Carrefour verzeichnete im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang und begründet das vor allem mit der Euro-Krise. Der Sparplan des Unternehmens sieht 600 Stellenstreichungen vor.

Carrefour ist der größte Einzelhändler Europas. Reuters

Carrefour ist der größte Einzelhändler Europas.

ParisDer neue Carrefour -Chef Georges Plassat will mit einer rigiden Kostenkontrolle den schwächelnden französischen Einzelhandelsriesen wieder in die Spur bringen. Carrefour müsse Kosten sowie Schulden reduzieren und die Mittelzuflüsse erhöhen, kündigte Plassat am Donnerstag an. Eine Kapitalerhöhung komme aber nicht in Frage.

Das Unternehmen habe sich zudem kein konkretes Ziel für Einsparungen in den nächsten drei Jahren gesetzt. "Taten sind wichtiger als Zahlen", sagte er. Anleger hatten mit Spannung auf die Ausführungen des seit Mai amtierenden, erfahrenen Firmensanierers gewartet. Gewerkschaften befürchteten, Plassat würde einen umfassenden Stellenabbau verkünden.

Der Manager stellte klar, es gebe keine weiteren Pläne in diese Richtung. Er hat die Gewerkschaften bereits über den Abbau von 500 bis 600 Stellen in Frankreich informiert, wie Reuters am Mittwoch erfahren hatte. Die Zeitung "Le Figaro" hatte unlängst vermutet, weitere 1000 Jobs stünden bei Carrefour auf der Kippe.

Die größten Einzelhändler der Welt

Platz 10

Best Buy (USA)

Das US-Amerikaner aus Richfield, Minnesota sind einer der führenden Anbieter für Unterhaltungselektronik. Der Umsatz im Jahr 2010 betrug 50,27 Milliarden Dollar.

Platz 9

Walgreens (USA)

Mit rund 7.000 Filialen in den USA und Puerto Rico, von denen ein Drittel 24 Stunden am Tag geöffnet sind, schafft es Walgreens unter die zehn größten Einzelhändler. Am Hauptsitz in Deerfield, Illinois, konnte man sich 2010 über einen Umsatz von 67,42 Milliarden Dollar freuen.

Platz 8

Home Depot (USA)

Die Amerikaner bezeichnen sich selbst als größte Baumarktkette der Welt. Was den Umsatz angeht, haben sie recht. Mit rund 68 Milliarden Dollar kann keine andere Baumarktkette mitthalten.

Platz 7

Costco Wholesale (USA)

Die 500 Cash&Carry-Märkte der US-Großhandelskette sind in den USA weit verbreitet. Der Hauptsitz liegt in der Kleinstadt Issaquah bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit 77,95 Milliarden Dollar fiel der Umsatz auch 2010 gigantisch aus.

Platz 6

Kroger

Was als kleiner Lebensmittelladen in Cincinnati begann, ist mittlerweile einer der größten Supermarktketten der Welt. Im Jahr 2010 setzte der Lebensmittelhändler 82,19 Milliarden Dollar um.

Platz 5

Metro (Deutschland)

Der deutsche Handelsriese aus Düsseldorf ist der drittgrößte Einzelhändler Europas. International erreicht der Dax-Konzern mit einem Umsatz von 89,08 Dollar im Jahr 2010 ebenfalls einen Spitzenplatz.

Platz 4

Tesco (Großbritannien)

Die blau-weiße Handelskette aus Cheshunt gehört schon seit Jahren zu den größten Supermarktkonzernen. Weltweit betreiben die Briten 5390 Supermärkte Großbritannien 94,185 4,104 384.389 Einzelhandel Philip Clarke

Platz 3

CVS Caremark (USA)

In der Kleinstadt Woonsocket im US-Bundesstaat Rhode Island ist die drittgrößte Handelskette der Welt beheimatet. Die Drogerie- und Pharmahändler setzten im Jahr 2010 rund 96,4 Milliarden Dollar um.

Platz 2

Carrefour (Frankreich)

Kein europäischer Einzelhändler ist größer als Carrefour. Mit 471.755 Mitarbeitern weltweit machten die Franzosen im Jahr 2010 einen Umsatz von 120,3 Milliarden Dollar. Nur ein Einzelhändler setzte mehr um.

Platz 1

Walmart (USA)

Unangefochten an der Spitze bleibt der Handelsgigant aus Bentonville, Arkansas. Gigantische 421,85 Milliarden Dollar setzte der Konzern 2010 um - bei einem Gewinn von 16 Milliarden Dollar. Weltweit beschäftigt der Konzern 2,1 Millionen Angestellte.

Carrefour ist in Frankreich einer der größten privaten Arbeitgeber mit zuletzt gut 112.000 Mitarbeitern. Nach Gewerkschaftsangaben soll der Jobabbau von 500 bis 600 Stellen auf "freiwilliger Basis" geschehen. Entlassungen sind nicht geplant.

Plassat äußerte ein klares Bekenntnis zu den Kernmärkten des Metro-Rivalen. Dazu zählten Frankreich ebenso wie wachstumsstarke Länder wie Brasilien oder China, sagte er. Allerdings räumte der Firmenchef ein, es könne Anpassungen in Polen, der Türkei oder Indonesien geben. Auch der Düsseldorfer Metro-Konzern sondiert Branchenkreisen zufolge Verkäufe im Ausland.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×