Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2012

12:31 Uhr

European Energy Exchange

Strombörse EEX verbucht 2011 Rekordgeschäft

Die Leipziger Strombörse EEX profitiert von der Energiewende in Deutschland. Strom aus erneuerbaren Energie werden bevorzugt an der Börse gehandelt, sagte Vorstandschef Reitz. Für 2011 erwartet er ein Rekordergebnis.

Ein Schreibtisch an der Leipziger Energiebörse EEX. dpa

Ein Schreibtisch an der Leipziger Energiebörse EEX.

LeipzigTrotz erheblicher Marktschwankungen hat die Leipziger Strombörse EEX 2011 bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Vorstandschef Peter Reitz sagte, die EEX (European Energy Exchange) werde einen neuen Rekordumsatz und ein neues Rekordergebnis ausweisen können. Genaue Zahlen könne er noch nicht nennen. 2010 hatte die EEX einen Umsatz von 43,2 Millionen Euro Umsatz verbucht; das Ergebnis vor Steuern lag bei 15,9 Millionen Euro.

Die Börse profitiere bislang von der Energiewende in Deutschland, sagte Reitz, der seit 1. August 2011 an der Spitze der EEX steht. Strom aus erneuerbaren Energien werde „bevorzugt über die Börse gehandelt“, auch um kurzfristige Engpässe ausgleichen zu können. Das führe zu steigenden Handelsvolumina in Leipzig.

Wie sich der deutsche Atomausstieg auf die Strompreise auswirken werde, wollte Reitz nicht kommentieren. „Preisprognosen überlasse ich denen, die glauben, dass sie sich damit auskennen.“ Für das Geschäft an der Börse sei das absolute Preisniveau ohnehin nicht die entscheidende Größe. Vielmehr beeinflussten Preisschwankungen den Handel.

EEX-Chef Peter Reitz. dpa

EEX-Chef Peter Reitz.

Kurz nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima waren die Strompreise angestiegen, an der Börse sei an einzelnen Tagen das Zehnfache des durchschnittlichen Umfangs gehandelt worden. „Aber nach wenigen Tagen sind wir wieder zum Business as usual zurückgekehrt“, sagte Reitz. Seither seien die Preise kontinuierlich zurückgegangen und lägen inzwischen unterhalb des Niveaus, das sie vor dem Reaktorunfall in Japan hatten.

Reitz kündigte an, die EEX in den nächsten Jahren stärker international ausrichten zu wollen. Im Gasmarkt wolle man weiter Fuß fassen. Außerdem bemühe sich die EEX darum, für die neue Handelsperiode ab 2013 Plattform für die anstehenden europäischen Aktionen von C02-Zertifikaten zu werden. Bislang werden laut Reitz zehn Prozent der Emissionszertifikate über Auktionen veräußert. Dieser Anteil werde künftig auf 50 Prozent ansteigen. „Die Bedeutung der Auktionen wird zunehmen“, sagte Reitz.

Die EEX beschäftigt derzeit rund 130 Mitarbeiter. Der Stammsitz der Börse ist in Leipzig. Zudem unterhält sie Büros in London und in Brüssel.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×