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30.06.2016

16:29 Uhr

Eurowings

Lufthansa-Billigtochter könnte 2017 in München starten

Bisher waren Eurowings-Maschinen vor allem an kleineren Flughäfen im Einsatz. Nun liebäugelt die Lufthansa mit einem Start der Billigtochter in München. Noch fehlen dafür allerdings die Flugzeuge.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr will Eurowings ausbauen und anderen Billigfliegern und der Konkurrenz aus den Golf-Staaten Paroli bieten. AFP; Files; Francois Guillot

Eurowings

Lufthansa-Chef Carsten Spohr will Eurowings ausbauen und anderen Billigfliegern und der Konkurrenz aus den Golf-Staaten Paroli bieten.

BerlinDie Lufthansa liebäugelt mit einem Start ihrer Billigtochter Eurowings am Drehkreuz München. „Wir reden intern darüber“, sagte der für Eurowings zuständige Konzernvorstand Karl Ulrich Garnadt der „Wirtschaftswoche“ nach einem Vorabbericht vom Donnerstag. „Für 2017 ist das eine Option.“ Derzeit gebe es noch nicht genügend Flugzeuge dafür, „aber das ist im nächsten Jahr anders.“

Für Deutschlands größte Airline wäre es eine neue Strategie. Denn bisher waren Eurowings-Maschinen vor allem an kleineren Flughäfen im Einsatz und weniger an großen Airports wie Frankfurt und München. In der bayerischen Landeshauptstadt nahm der Konkurrenzdruck für die Lufthansa durch Billigflieger zuletzt zu, die Air-France -Beteiligung Transavia bietet etwa innerdeutsche Flüge nach Berlin an.

Der Umbau von Germanwings zu Eurowings

Germanwings

Germanwings war mit seiner Basis am Flughafen Köln/Bonn einst die drittgrößte Fluggesellschaft Deutschlands.

Quelle: dpa

Umbau

Auf Sicht wird die Marke allerdings in den kommenden Jahren von den Rollfeldern verschwinden, weil der Lufthansa-Konzern sein komplettes Billigflugangebot mittlerweile über die Plattform Eurowings organisiert.

Konkurrenzkampf

So will sich der Konzern im Kampf gegen Konkurrenten wie Easyjet und Ryanair behaupten.

Kein Markenauftritt

Die Marke Germanwings, die 2002 gegründet und 2013 neu gestaltet wurde, hat seinen eigenständigen Markenauftritt bereits ebenso verloren wie seine Präsenz im Internet und im Vertrieb.

Jets

Die Germanwings-Jets werden in den kommenden Jahren umgestaltet.

Germanwings-Absturz

Der Name Germanwings wird noch lange mit dem wohl vom Co-Piloten herbeigeführten Absturz des Flugs 4U9525 verbunden werden, bei dem im März 2015 alle 150 Menschen im Flugzeug ums Leben kamen.

Verzögerter Markenwechsel

Der Markenwechsel hin zu Eurowings war aus unternehmensstrategischen Gründen aber schon vor der Katastrophe beschlossene Sache - die Tragödie hat den Umbau eher verzögert als beschleunigt.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr will Eurowings ausbauen und anderen Billigfliegern und der Konkurrenz aus den Golf-Staaten Paroli bieten. Eurowings soll zu rund 40 Prozent günstiger fliegen als die Lufthansa.

Von

rtr

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