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01.10.2012

13:58 Uhr

Ex-DBA Sanierer

Wöhrl hat Interesse an AirBaltic

Über 100 Millionen Verlust schrieb AirBaltic im letzten Jahr. Der deutsche Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hat dennoch Interesse, bei den Letten einzusteigen. Dort würde er auch einen alten Bekannten wiedertreffen.

Hans Rudolf Wöhrl: Der deutsche Unternehmer interessiert sich für AirBaltic. dpa

Hans Rudolf Wöhrl: Der deutsche Unternehmer interessiert sich für AirBaltic.

RigaDer deutsche Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hat Interesse an einem Einstieg bei der finanziell angeschlagenen lettischen Fluggesellschaft AirBaltic. Wöhrl und seine Firma Intro Aviation GmbH (Reichenschwand/Bayern) seien zu entsprechenden Gesprächen mit der Regierung des EU-Mitgliedslandes bereit, teilte ein Unternehmenssprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur mit. Er bestätigte damit einen Bericht der lettischen Wirtschaftszeitung „Dienas bizness“. Konkrete Verhandlungen gebe es bislang aber nicht.

Der lettische Staat, der 99,8 Prozent der Aktien hält, ist seit längerem auf der Suche nach einem Investor für AirBaltic. Die 1995 gegründete Fluggesellschaft fliegt von der Hauptstadt Riga mehr als 60 Ziele in Europa, den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und dem Nahen Osten an. Geleitet wird AirBaltic seit November 2011 von dem Deutschen Martin Gauss.

AirBaltic war in den vergangenen beiden Jahren in finanzielle Schieflage geraten und schrieb 2011 einen Verlust von rund 110 Millionen Euro. Mit dem Einstieg bei AirBaltic würde sich eine Zusammenarbeit von Gauss und Wöhrl fortsetzen. Die beiden Berufspiloten hatten die defizitäre Deutsche BA saniert. Gauss war von 2004 an einer der beiden Geschäftsführer der Airline, die Wöhrl ein Jahr zuvor für einen symbolischen Euro kaufte und 2006 für einen fast dreistelligen Millionenbetrag an Air Berlin weiterreichte.

Die größten europäischen Billigflieger

Platz 10

Wizz Air: 42 Flugzeuge

Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 42 Airbus A320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.

Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 1/2014 (Stand: Frühjahr 2014). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.

Platz 9

Jet 2: 49 Flugzeuge

Die britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 49 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 38 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.

Platz 8

Germanwings: 55 Flugzeuge

Die Lufthansa-Tochter bleibt in den Top Ten der europäischen Billigflieger. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 55 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.

Platz 7

Flybe: 59 Flugzeuge

Die britische Airline Flybe betreibt mit 37 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 22 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.

Platz 6

Vueling: 72 Flugzeuge

Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht aus Flugzeugen der Typen Airbus A320 und A319. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst weiter – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.

Platz 5

Air Berlin: 88 Flugzeuge

Die Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 41 Airbus A319, A320 und A321, 46 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.
Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.

Platz 4

Norwegian: 91 Flugzeuge

Zu Norwegian gehören 87 Boeing 737 und vier 787, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.

Platz 3

HOP!: 102 Flugzeuge

Die Fluggesellschaft ist neu im Ranking – und schießt gleich auf Rang drei vor. Das hat einen einfachen Grund: Der Zusammenschluss mehrerer ehemaliger französischer Regionalflieger unter dem Dach der Air France bedient erst seit kurzem den deutschen Markt.

Platz 2

Easyjet: 197 Flugzeuge

Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus A319 und 59 Airbus A320.

Platz 1

Ryanair: 297 Flugzeuge

Mit einer Flotte von mehr als knapp 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Von

dpa

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