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22.09.2011

20:41 Uhr

Ex-Staatssekretär

Rezzo Schlauch plante Milliardendeals mit Teldafax

VonSönke Iwersen

Der ehemalige Grünen-Politiker Rezzo Schlauch vermittelte an Teldafax - inzwischen der größte Insolvenzfall Deutschlands - Milliardenkreditlinien und Kontakte zu Rohstoffhändlern.

Der Grüne verließ die Politik 2006. dpa

Rezzo Schlauch

Der Grüne verließ die Politik 2006.

Der ehemalige grüne Staatssekretär Rezzo Schlauch gerät in den Sog des insolventen Skandalunternehmens Teldafax. Dem Handelsblatt (Freitagsausgabe) liegt ein umfangreicher Schriftverkehr zwischen Schlauch und Michael Josten vor, dem inzwischen inhaftierten ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Teldafax. Darin planen Schlauch und Josten umfangreiche Geschäfte mit Öl und Gas.

„Herr Josten, die First American Bank wird eine Kreditlinie von 4,6 Milliarden Dollar einrichten. Die Confirmation wird heute im Laufe des Abends kommen“, schrieb Schlauch am 14. Mai 2008 an Josten, der zum damaligen Zeitpunkt Aufsichtsratschef von Teldafax war. Fünf Tage später leitete Schlauch die Kontaktdaten von Teldafax an den griechischen Rohstoffhändler Nikolaos T. weiter und schrieb: „Das hier ist die Adresse von meiner Partnerfirma Teldafax. Sie und Ihr Klient können ihr absolut vertrauen.“ Er unterschrieb als: „Rechtsanwalt Rezzo Schlauch, Parlamentarischer Staatssekretär a.D.“

Kommentare (6)

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saxo

22.09.2011, 22:21 Uhr

Nö, kein Kommentar zu den "Grünen". Und schon gar nicht zu Rezzo Schlauch. Der Name schon alleine... Nee!

Koboldo

22.09.2011, 22:45 Uhr

Politiker vom Schlage eines Rezzo Schlauch, der als Staatssekretär vor allem durch Abwesenheit in seinem Ministerium glänzte, dafür aber ein stattliches Salär bezog, gibt es sowohl in Berlin als auch in Brüssel/Straßburg viel zu viele. Die im Parteienproporz vergebene und gut dotierte Posten lassen diesen "Staatsdienern" noch genügend Zeit, gute Geschäfte mit der Wirtschaft einzufädeln und dafür noch horrende Provisionen zu kassieren. Für solche Amtsmißbräuche findet man leider keine Staatsanwälte, die ein Verfahren einleiten würden. Wo kein Kläger da kein Richter...

caesarenwahn

25.09.2011, 23:38 Uhr

hahahahahaha, Schlauch, den ein Freund mal "aufgeblasene Sprechblase" apostrophierte, der Mann nannte sich immer "Realpolitiker" - keine Partei ist schneller im Korruptionsstaat angekommen und Schlauch auf den Spuren des Meisters: Fischer.

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