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30.12.2011

15:59 Uhr

Expansion

E.ON steht kurz vor Eintritt in neue Märkte

Nach eigenen Angaben sollen weniger als sechs Monate vergehen, bis E.ON einen neuen Markt erschließen will. Der Finanzspielraum für die Expansion des Energiekonzerns beläuft sich dabei auf „einige Milliarden Euro“.

Die Konzernzentrale von E.ON in Essen. Reuters

Die Konzernzentrale von E.ON in Essen.

DüsseldorfAuf der Suche nach neuen Wachstumsmärkten in Brasilien, Indien und der Türkei drückt der Energieriese E.ON aufs Tempo. „Es wird schon im ersten Halbjahr 2012 zu einem erfolgreichen Markteintritt kommen“, sagte E.ON-Chef Johannes Teyssen der „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe) laut Vorabbericht. „Mittlerweile ist ein Reifegrad bei den möglichen Projekten erreicht, der mich optimistisch stimmt“. Den finanziellen Spielraum bei der geplanten Expansion bezifferte Teyssen auf „einige Milliarden Euro“. Am Bau von neuen Atomkraftwerken in diesen Ländern werde sich E.ON aber nicht beteiligen. „Uns wäre das Klumpenrisiko einfach zu groß.“ Angesichts begrenzter Wachstumschancen in Deutschland und weiten Teilen Europas hatte Teyssen im August die Länder Brasilien, Türkei und Indien ins Visier genommen. Im Jahr 2015 oder später sollen neue Märkte außerhalb Europas ein Viertel zum bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) beitragen.

Zuletzt hatte der Konzern allerdings im Bieterrennen um eine 21-prozentige Beteiligung am portugiesischen Versorger EDP eine Schlappe erlitten: Die Behörden erteilten der chinesischen Holding Three Gorges (Drei Schluchten) den Zuschlag. Mit einem Einstieg bei EDP wollte E.ON auch in den brasilianischen Markt vorstoßen, wo der portugiesische Konzern stark vertreten ist.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Christian

30.12.2011, 16:41 Uhr

liebes Handelsblatt, die Konzernzentrale von E.ON steht nicht in Essen.

Stromfuzzi

06.01.2012, 21:48 Uhr

...wer weiß wer in diesen 3 Ländern in Person vor Ort ist, der kennt das Ergebnis dieser "Teyssen´schen PR-Expansion" bereits heute: außer (üppigen) Spesen nix gewesen...in der Türkei z.B. sind es die gleichen "Super-Heros", die auch schon vor einigen dort waren bevor E.ON sich entschieden hat alles an RWE zu verkaufen...und nun sind sie wieder da...grandios...

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