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03.01.2005

22:22 Uhr

Experten starten Schäppchenjagd vor dem Schlussverkauf

Umstrittene Rabattaktionen bescheren Handelsriesen Kundenansturm

Das neue Jahr beginnt im Einzelhandel mit Rabattaktionen. Drei Wochen vor dem Start des Winterschlussverkaufes griffen mehrere Handelsunternehmen zum Rotstift. Besonders aggressiv starteten die Metro-Töchter Media-Markt und Saturn in das neue Jahr mit kräftigen Preisnachlässen für einen kurzen Zeitraum. Am ersten Verkaufstag 2005 lösten sie mit massiver Werbung vielerorts einen Kundenansturm aus.

HB DÜSSELDORF. Verbraucherschützer warnten davor, dass kleine Geschäfte bei solchen Aktionen der Großen nicht mithalten könnten. Die Rabatte sind nach Expertenmeinung aber in der Höhe und der Dauer nicht mit der Rabattschlacht von 2003 vergleichbar, als sich zahlreiche Unternehmen einen ruinösen Schlagabtausch lieferten.

„Wir erwarten nicht, dass sich das endlos fortsetzen wird“, sagte der Sprecher des Branchenverbandes HDE, Hubertus Pellengahr. An den ersten Verkaufstagen des neuen Jahres wollten die Unternehmen von den Nachwirkungen des Weihnachtsgeschäftes profitieren. In dieser Woche sorgten Gutscheine und Geldgeschenke noch für Belebung. Von nächster Woche an dürfte sich das Geschäft deutlich beruhigen.

Der Höhepunkt der Januar-Rabatte wird im Winterschlussverkauf, der in diesem Jahr am 24. Januar beginnt, erwartet. „Es werden noch mehr Geschäfte mitmachen als im Sommerschlussverkauf“, betonte Pellengahr. Auch für die Verbraucher sei es gut, wenn die Gemeinschaftsaktion des Einzelhandels nach dem Wegfall des Rabattgesetzes erhalten bleibe.

Bis zum Winterschlussverkauf brauchen die Schnäppchenjäger aber nicht zu warten. Handelsunternehmen reduzieren in den umsatzschwachen Januartagen bereits einzelne Artikel oder Teile des Sortiments. Die Metro-Warenhaustochter Kaufhof wirbt derzeit mit Jubiläums-Prozenten auf bestimmte Artikel. Der Konkurrent Karstadt setzte den Rotstift in einer aktuellen Zeitungsbeilage kräftig bei einigen Haushaltswaren an. C&A hat nach eigenen Angaben schon sämtliche Winterbekleidung um bis zu 50 Prozent reduziert.

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