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18.01.2005

17:20 Uhr

Experten über Energiepreisentwicklung uneins

Strom- und Gaspreise dürften hoch bleiben

Wenn es um die Entwicklung der Strom- und Gaspreise geht, liegen die Prognosen von Branchenexperten weit auseinander. Generell können die Verbraucher in absehbarer Zeit aber kaum mit einer Entlastung rechnen.

HB BERLIN. Während Werner Brinker vom Stromverband VDEW eine Entspannung bei dem Preisen feststellte, erwartete Uwe Steckert vom Gasverband weitere Preiserhöhungen. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) warnte vor allzu großen Preissenkungserwartungen im Zuge der anstehenden Strom- und Gasmarktregulierung.

An der Strombörse in Leipzig seien seit einigen Wochen Anzeichen für ein Absinken der Preise erkennbar, sagte Brinker, Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am Dienstag auf einer Energiekonferenz in Berlin. „Die Nervosität an den Märkten scheint abzuflauen“, meinte Brinker mit Blick vor allem auf die Rohölmärkte, wo das Preisniveau seit den Höchstständen im vorigen Oktober wieder sinkt.

„Mit großen Preissenkungen ist nicht zu rechnen“, zeigte sich dagegen Steckert vom Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) überzeugt. Ungeachtet kurzfristiger Schwankungen bei den Rohstoffpreisen sei klar, dass der Energiehunger der Welt sukzessive steigen und damit das Beschaffungsproblem vergrößert werde. „Im Moment gehe ich derzeit eher davon aus, dass die Gaspreise im April noch einmal steigen werden“, sagte Steckert.

Viele Gasversorger hatten ihre Preise bereits zum Jahresbeginn deutlich angehoben. Auch die Strompreise stiegen für viele Haushalte und Industriekunden. Außerdem erhöhten viele Netzbetreiber die Nutzungsgebühren für Konkurrenten. Clement warnte vor der Annahme, dass die Regulierungsbehörde alle Netzgebühren als überhöht bewerten werde. Es gebe keinen Automatismus zwischen Regulierung und niedrigeren Preisen.

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