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29.04.2013

20:46 Uhr

Fabrikeinsturz

Primark will Opfer in Bangladesch entschädigen

Der Einsturz einer Fabrikhalle in Bangladesch kostete fast 400 Menschen das Leben. Nun will die britische Billigkette Primark einige Opfer entschädigen. In welcher Höhe lässt das Unternehmen offen.

3000 Menschen arbeiteten in der Fabrikhalle von Primark in Bangladesch, als diese einstürzte. Nun will die  Billigkette einige Opfer entschädigen. Reuters

3000 Menschen arbeiteten in der Fabrikhalle von Primark in Bangladesch, als diese einstürzte. Nun will die Billigkette einige Opfer entschädigen.

LondonNach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch will die britische Billigkette Primark einige Opfer entschädigen. Menschen, die in dem Gebäude in Dhaka für Primark gearbeitet hätten, oder ihre Angehörigen sollten Kompensationszahlungen erhalten, teilte das Unternehmen in London mit. Angaben zur Höhe der Zahlungen machte Primark nicht. Das Unternehmen gehört dem britischen Lebensmittelkonzern ABF und hat sein Hauptquartier in Irland.

Die Textilindustrie ist in Bangladesch ein bedeutender Wirtschaftszweig, er erzeugt rund 80 Prozent der nationalen Exporte. Da viele Arbeiter, insbesondere Frauen, für weniger als 40 Dollar (31 Euro) im Monat arbeiten, können ausländische Konzerne hier billig produzieren.

Bei der am Mittwoch eingestürzten Fabrik handelte es sich um ein illegal errichtetes Gebäude, das fünf Werkstätten beherbergte. Die spanische Kleidermarke Mango erklärte auf ihrer Webseite, sie habe in einer der Werkstätten lediglich Muster fertigen lassen. Der italienische Konzern Benetton bestätigte eine „einmalige Bestellung“ in der Fabrik.

Nach Tragödie

Besitzer des eingestürzten Fabrikgebäudes in Bangladesch gefasst

Nach Tragödie: Besitzer des eingestürzten Fabrikgebäudes in Bangladesch gefasst

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Bislang wurden 382 Todesfälle bei dem Unglück bestätigt. Es wurde aber erwartet, dass noch mehr Todesopfer gefunden werden. Zum Unglückszeitpunkt sollen sich etwa 3000 Menschen in der Fabrik aufgehalten haben, etwa 2500 überlebten den Einsturz. Es war der schlimmste Industrieunfall in Bangladeschs Geschichte.

Von

afp

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