Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.06.2012

11:03 Uhr

Fähren im Ärmelkanal

Eurotunnel übernimmt SeaFrance-Schiffe

Seit Mitte November läuft die Insolvenz der Fährgesellschaft SeaFrance und seit dem bangen 800 Angestellte um ihren Job. Mit der Übernahme durch Eurotunnel ist jetzt klar: Hunderte Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Ein Schiff der Fährgesellschaft vor dem Strand von Sangatte. Reuters

Ein Schiff der Fährgesellschaft vor dem Strand von Sangatte.

ParisDas Pariser Handelsgericht hat Eurotunnel den Zuschlag für die Übernahme der Schiffe der insolventen Fährgesellschaft SeaFrance gegeben. Das Gericht habe sich unter den drei Interessenten für die Betreibergesellschaft des Tunnels unter dem Ärmelkanal entschieden, teilte Insolvenzverwalter Stéphane Gorrias am Montagabend in Paris mit.

Eurotunnel will 500 Arbeitsplätze in Nordfrankreich und hundert in Großbritannien erhalten. Bisher hatte SeaFrance 800 Angestellte. Der französisch-britische Tunnelbetreiber hatte für die drei Fährschiffe von SeaFrance 65 Millionen Euro geboten und könnte den im November eingestellten Fährverkehr bereits im Juli wieder aufnehmen.

Das Pariser Handelsgericht hatte Mitte November das Insolvenzverfahren für das Unternehmen eingeleitet, das zwischen dem nordfranzösischen Calais und dem britischen Dover fuhr. Das Fährunternehmen, das durch die Eröffnung des Bahntunnels unter dem Ärmelkanal im Jahr 1994 starke Konkurrenz bekommen hatte, hatte 2010 einen Nettoverlust von 240 Millionen Euro gemacht.

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Peter123

16.06.2012, 14:34 Uhr

Der letzte Abschnitt stellt die Situation leider nicht korrekt dar. Das Fährunternehmen "Seafrance" existierte in seiner Form erst ab 1996, also in der Zeit NACH der Eröffnung des Eurotunnels. Damit war die Konkurrenz durch den Tunnel schon da, bevor Seafrance überhaupt seinen Fährbetrieb aufgenommen hat. Die Eröffnung des Bahntunnels kann man also nicht für die Verluste im operativen Geschäft verantwortlich machen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×