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08.09.2015

14:58 Uhr

Fahrdienst expandiert

Uber will Position in China stärken

Uber hat 1,2 Milliarden Dollar frisches Kapital eingesammelt. Die wollen die Kalifornier investieren, um ihre Position in China zu stärken. 100 weitere Städte im Reicht der Mitte sollen hinzukommen.

Uber vermittelt über eine Smartphone-App Fahrgelegenheiten privater Autobesitzer. ap

Uber-Fahrer wartet auf Kundschaft

Uber vermittelt über eine Smartphone-App Fahrgelegenheiten privater Autobesitzer.

Peking/San FranciscoUber will seinen Taxi-Dienst in China doppelt so schnell ausweiten wie noch vor wenigen Monaten angepeilt. Innerhalb eines Jahres soll es Uber in 100 weiteren Städten der Volksrepublik geben, kündigte Firmenchef Travis Kalanick am Dienstag an. Noch im Juni hatte sich der Mitfahrdienst 50 neue Städte zum Ziel gesetzt.

Bislang ist der umstrittene Taxi-Anbieter nach eigenen Angaben in knapp 20 Städten aktiv. „Als wir dieses Jahr angefangen haben, hatten wir einen Marktanteil von etwa einem Prozent. Jetzt - neun Monate später – sind wir bei 30 bis 35 Prozent“, sagte Kalanick bei einer Veranstaltung seines Investors, dem chinesischen Internetsuchmaschinen-Betreiber Baidu. Er erläuterte allerdings nicht, ob sich diese Zahl auf alle Uber-Angebote bezog oder nur auf Privatwagen.

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Tausende Fahrer können sich nun einer Sammelklage gegen den Fahrdienst Uber anschließen. Das Gerichtsurteil wird ein Signal für die gesamte US-Westküste sein. Eine Analyse.

Der Wettbewerb in China unter den Mitfahrdiensten ist groß. Im Ringen um Marktanteile geben sowohl Uber als Branchenprimus Didi Kuaidi mit vollen Händen Geld aus. Dabei ist für beide Unternehmen die Unterstützung von Finanzinvestoren von großer Bedeutung, da sie bislang nicht an der Börse notiert sind. Erst am Montag hatte Kalanick bekanntgegeben, sich 1,2 Milliarden Dollar gesichert zu haben.

Die Finanzierungsrunde sei aber noch nicht abgeschlossen, es könnten noch „hunderte Millionen zusätzlich“ hinzukommen, verlautete am Montag aus einer mit dem Unternehmen vertrauten Quelle. Demnach gab auch der chinesische Internetriese Baidu erneut Geld. Der Konzern hatte bereits im Dezember rund 600 Millionen Dollar in Uber gesteckt. Insidern zufolge nahm Rivale Didi Kuaidi bei der jüngsten Finanzierungsrunde sogar drei Milliarden Dollar ein.

Kampf um die Fahrgäste

Taxigewerbe unter Druck

Für das Taxigewerbe war die Konkurrenz lange überschaubar – die Firmen konkurrierten nur untereinander. Doch derzeit geraten viele Unternehmen unter Druck. Neue Konkurrenz aus dem Internet reißt immer mehr Lücken in das klassische Geschäftsmodell. Ein Überblick.

MyTaxi schaltet Zentrale aus

Mit Apps wie MyTaxi können sich Passagiere ein Taxi finden, ohne dass ein Anruf in der Zentrale nötig wäre. Den Fahrern geht also kein Geschäft verloren, aber den Vermittlern. Die Taxizentralen versuchen mit einer eigenen App, sich die Konkurrenz vom Leib zu halten.

Uber buhlt direkt um die Gäste

Dienste wie Uber konkurrieren direkt mit den Taxiunternehmen um die Gäste. Das Start-up, das mit Google einen potenten Investor hat, betreibt selbst keine Wagen, sondern agiert als Vermittler, der eigenständigen Fahrern eine technische Plattform bietet. Damit wälzt es die Verantwortung ab: Für die Einhaltung der Bestimmungen sind die Fahrer zuständig. Viele Städte halten dieses Modell für unzulässig.

RideWith verbindet Fahrer und Mitfahrer

RideWith ist eine App des Google-Dienstes Waze und startet in Israel: Die Applikation soll Fahrer auf dem Weg zur Arbeit und zurück mit Mitfahrern verbinden. Waze erstellt Routen-Anweisungen auf Grundlage von Informationen der Nutzer über den Verkehrsfluss.

Carsharing als Alternative

Wer nach einem Kneipenabend nach Hause fahren will, kann natürlich nicht selbst fahren. In anderen Fällen sind Carsharing-Dienste aber durchaus eine Alternative. In den Großstädten wird das Netz an Fahrzeugen immer dichter, so dass Nutzer es nicht weit haben. Gerade an Bahnhöfen ist das Angebot groß.

Uber vermittelt über eine Smartphone-App Fahrgelegenheiten privater Autobesitzer. Nach Ansicht von Behörden und Gerichten in Deutschland und anderen Ländern verstößt der Dienst damit gegen Gesetze, die die gewerbliche Personenbeförderung regeln. Das Taxigewerbe läuft Sturm gegen den Konkurrenten. Kritiker werfen Uber unter anderem Dumping-Preise zulasten der Fahrer und mangelnde Sicherheit vor.

Reguläre Taxis stehen in China in der Kritik - wegen ihres schlechten Service und ihrer unfreundlichen Fahrer, die regelmäßig potenzielle Fahrgäste am Straßenrand stehenlassen.

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