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26.10.2012

16:25 Uhr

Fahrplanwechsel

Deutsche Bahn setzt an Wochenenden mehr Züge ein

Die Deutsche Bahn will freitags und sonntags mehr Züge einsetzen und so den Pendler-Verkehr am Wochenende entlasten. Zusätzliche Züge sind unter anderem auf den Strecken von NRW nach Hamburg und nach Berlin geplant.

Breit zur Abfahrt: An den Wochenenden will die Bahn mehr Züge einsetzen. dapd

Breit zur Abfahrt: An den Wochenenden will die Bahn mehr Züge einsetzen.

BerlinDurch die zusätzlichen Züge mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember sollen Wochenendpendlern auf besonders stark genutzten Verbindungen mehr Sitzplätze geboten werden. Zusätzliche ICE oder Intercitys werden zum Beispiel auf den Strecken Hamburg-Köln und Köln-Hannover-Berlin fahren, wie die Deutsche Bahn am Freitag mitteilte. Mit dem Fahrplanwechsel steigen auch die Fahrpreise um durchschnittlich 2,8 Prozent.

Die Bahn kündigte zugleich an, mehr Direktverbindungen zu schaffen. So sind im neuen Fahrplan pro Woche 18 ICE-Fahrten von Leipzig nach Berlin zu finden, die nun nach Hamburg weitergeführt werden. Im Westen der Republik werden zwei weitere Zugpaare der ICE-Linie Basel-Köln nach Düsseldorf verlängert. Ein frühmorgendlicher ICE von Hamburg (Abfahrt 4.54 Uhr) über Hannover, Würzburg und Augsburg nach München hält künftig auch in Nürnberg (Ankunft 9.24 Uhr).

Von

dpa

Kommentare (1)

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walter

29.10.2012, 13:38 Uhr

Bin vergangenes Wochenende mit dem ICE aus berufl. Gründen v. Würzburg nach Düsseldorf gefahren. Hinf. Do. 25.10.12 abends, Rückf. Freitagabend.

Laut Zugführer war der Zug auf der Hinfahrt zu 140 % ausgelastet. Das bedeutete, dass die ganzen Gänge voller Reisender teils mit mehreren Koffern standen. Wer aus Zeitgründen am Bahnhof in den falschen Wagen einsteigen musste, weil die Wagenreihenfolge nicht passte und sich dann im Zug zu seinem Sitzplatz durcharbeiten musste, benötigte einiges an Zeit und Nerven. Gleiches gilt für die, die zum Speisewagen wollten oder zur Toilette. Hier waren die Zustände einfach umzumutbar.

Schließlich entschloss sich die Zugleitung, in Frankfurt auch noch einen vorbeschädigten leeren Zug anzuhängen, vermutl. um diesen kostengünstig wegzuschleppen. Kurz nach Ffm. Flughafen (nach ca. 15 KM Fahrstrecke), direkt neben der A 3 gab es dann einen hellen Blitz und die Gleitschiene des Stromabnehmers des angehängten u. wohl schon zuvor defekten Zuges war gebrochen. Wegen des Kurzschlusses stand der zu 140 % besetzte Zug mit Notbeleuchtung und ohne vernünftige Belüftung/Klimatisierung rund eine 3/4 Stunde herum. Danach war auf der anschließenden 300 Km/H Strecke aus technischen Gründen nur noch Tempo 100 erlaubt.

Vor Köln Wahn schließlich hatte sich ein lebensmüder Student vor den vorausfahrenden Zug geworfen. Ergebnis: Zusätzliche 3 Stunden Wartezeit bis zur Räumung der Strecke. Den ersten Reisenden, die über keinen Sitzplatz verfügten, drohten schon leichte Schwächeanfälle.

Man wundert sich, wie schnell die Erkenntnissprozesse, dass die Züge an Wochenenden oft stark überlastet sind, bei der Bahn ablaufen. Erst versucht man den Mangel einige Jahre notdürftig zu verwalten. Schließßlich bringt ein zu 140 % besetzter Zug natürlich mehr Profit. Und den will man erstmal vereinnnahmen.

Über den eklatanten und vertragswidrigen Komfortverlust für die Reisdenden macht man sich dabei erst einmal keine Gedanken.

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