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27.01.2017

20:38 Uhr

Fahrradhersteller

Finanzierung für Produktionsstart bei insolventer Mifa steht

Die Zukunft des Fahrradbauers Mifa steht auf der Kippe. Nun bekommt das insolvente Unternehmen eine Finanzspritze. Die Produktion könnte bald wieder gestartet werden.

Der insolvente Fahrradbauer könnte bald wieder seine Produktion starten. dpa

Mifa

Der insolvente Fahrradbauer könnte bald wieder seine Produktion starten.

SangerhausenBeim insolventen Fahrradbauer Mifa im Süden Sachsen-Anhalts steht die Finanzierung für ein Wiederanlaufen der Produktion. Am Freitag wurde ein Vertrag für ein dringend benötigtes Massedarlehen unterzeichnet, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther mit. Die Finanzspritze kommt von den Gesellschaftern um die Eigentümerfamilie von Nathusius. Nötig sei jetzt zwar noch die Zustimmung des Mifa-Gläubigerausschusses sowie des Insolvenzgerichts, hieß es. Sie gilt aber als wahrscheinlich und wird für Montag erwartet.

Mifa hatte Anfang Januar zum zweiten Mal binnen zweieinhalb Jahren Insolvenz anmelden müssen. Derzeit wird ein neuer Investor für den Traditionsbetrieb in Sangerhausen gesucht. Die Löhne der 520 Mitarbeiter sind noch bis Ende Februar gesichert. Wahrscheinlich bleiben aber auch bei einer Rettung nicht alle Jobs erhalten.

Mit dem neuen Kredit hat Mifa genügend Geld, um dringend benötigte Teile aus China bestellen zu können. In den kommenden zwei Wochen soll dann mit dem Abarbeiten der Aufträge mehrerer Großkunden begonnen werden. Aktuell ruht die Produktion saisonbedingt.

Die jetzt finanziell abgesicherte Frühjahrsfertigung verzögerte sich zuletzt, weil frühere Kreditverhandlungen mit der Eigentümerfamilie überraschend geplatzt waren. Laut Flöther sprang deshalb jedoch bisher kein Großkunde ab.

Von

dpa

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