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24.04.2014

12:52 Uhr

Farbenpremiere

Haribo hat jetzt auch blaue Goldbären

Kirsche, Grapefruit, Wassermelone, Waldmeister und Aprikose – das sind die neuen Geschmacksrichtungen einer limitierten Gummibären-Edition von Haribo. Ein Novum dabei: Der blaue Heidelbär.

Sechs neue Geschmacksrichtungen finden sich in der „Fan-Edition“ von Haribos Goldbären. Screenshot Haribo.com

Sechs neue Geschmacksrichtungen finden sich in der „Fan-Edition“ von Haribos Goldbären.

BonnRote, gelbe oder grüne Furchtgummibärchen haben bei Haribo eine lange Tradition - nun bringt das Bonner Unternehmen erstmals in seiner 94-jährigen Geschichte ein blaues Gummibärchen auf den Markt. Der blaue Goldbär mit Heidelbeer-Geschmack setzte sich mit fünf weiteren neuen Geschmackssorten in einer Fan-Umfrage durch, wie Haribo am Donnerstag in Bonn mitteilte. Die sechs neuen Geschmacksrichtungen bilden eine limitierte Goldbären-Edition, die ab Juli für kurze Zeit neben den klassischen Goldbären im Handel erhältlich sein wird.

„Ab sofort beginnen die Produktionsvorbereitungen, und wir werden Euch natürlich hier über den Fortschritt auf dem Laufenden halten“, schrieb Haribo auf seiner Facebook-Seite. Die Goldbären-Fangemeinde hatte vom 10. März bis zum Ostersonntag über insgesamt zwölf neue Geschmacksrichtungen für die Sonderkollektion abstimmen können. Das Rennen machten schließlich neben dem blauen Heidelbeer-Goldbär die Geschmackssorten Kirsche, Grapefruit, Wassermelone, Waldmeister und Aprikose.

Haribo: Vom Jahrmarkt auf den Weltmarkt

Gründung der Firma

1920 gründet Johann Riegel, genannt Hans, die Firma Haribo. Der Name ist eine Abkürzung: Er besteht aus den Anfangsbuchstaben des Namens sowie der Heimatstadt Bonn. Das Gummibärchen hieß anfangs übrigens noch Tanzbär, inspiriert von den Tieren auf den Jahrmärkten, wo Haribo die Leckereien verkaufte. Seit den 1920er Jahren produziert das Unternehmen außerdem Lakritz.

Die Söhne übernehmen

Die beiden Riegel-Söhne Hans und Paul übernehmen 1946, kurz nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, den Betrieb – samt dem Rezept für die Gummibärchen. Paul leitet die Produktion, Hans den kaufmännischen Bereich. Parallel studiert er in Bonn Wirtschaftswissenschaften.

Effektive Werbung

Zur Bekanntheit der Marke dürfte auch die Werbung beitragen. Zum einen erweist sich das Engagement von TV-Star Thomas Gottschalk als Coup, der seit 1991 für die Marke wirbt. Zum anderen ist der Slogan der Firma so eingängig, dass ihn jeder kennt: „Haribo macht Kinder froh – und Erwachsene ebenso.“ Der zweite Teil stammt von Hans Riegel selbst.

Internationale Expansion

Die beiden Brüder bauen Haribo zu einem international tätigen Süßwarenkonzern aus. Sie übernehmen Firmen – nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, den Niederlanden und der Türkei. Außerdem gründen sie über die Jahre Vertriebsniederlassungen in aller Welt.

Die Macht wird aufgeteilt

Paul Riegel stirbt 2009. Seniorchef Hans Riegel verständigt sich mit dessen Erben auf eine Machtteilung. Seit 2010 gibt es eine neue Unternehmensstruktur: An der Holding halten Hans Riegel und die Erben von Paul Riegel je 50 Prozent.

Hans Riegel organisiert Übergang

Im März 2013 feiert Hans Riegel seinen 90. Geburtstag. „Ich bin fast täglich im Büro“, sagt er da noch. Nach einer Operation im Juli gibt er aber doch einen Teil der Kontrolle ab, er lässt sich vom Manager Felix Theato vertreten. Im Oktober 2013 stirbt der Seniorchef.

Haribo produziert pro Tag weltweit rund 100 Millionen Goldbären. Das Familienunternehmen wurde 1920 gegründet und stellte 1922 seine ersten Fruchtgummi-Bären her - die Vorläufer der heutigen Goldbären.

Von

afp

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