Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.12.2014

17:07 Uhr

Fast Food

Burger-King-Betreibergesellschaft meldet Insolvenz an

Nach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen Burger King und dem Franchiser Yi-Ko hat die Betreibergesellschaft der geschlossenen Schnellrestaurants einen Insolvenzantrag gestellt. 3000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Nachdem die Verhandlungen zwischen Burger King und Yi-Ko gescheitert sind, muss die Franchisegesellschaft Insolvenz anmelden. dpa

Nachdem die Verhandlungen zwischen Burger King und Yi-Ko gescheitert sind, muss die Franchisegesellschaft Insolvenz anmelden.

StadeNach dem Scheitern der Verhandlungen zwischen Burger King und dem Franchiser Yi-Ko hat die Betreibergesellschaft der geschlossenen Schnellrestaurants mit rund 3000 Beschäftigten Insolvenzantrag gestellt. Der Antrag der zu Yi-Ko gehörenden Burger King GmbH ging am Mittwoch beim Amtsgericht Stade ein. Das Unternehmen sei nach eigenen Angaben überschuldet, sagte der Direktor des Amtsgerichts, Willi Wirth.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Marc Odebrecht teilte mit, er werde unverzüglich Gespräche mit allen Beteiligten aufnehmen. Dabei solle geprüft werden, „ob und wann die Filialen wieder beliefert und eröffnet werden können“. Er werde sich umgehend um die Löhne und Gehälter für die rund 3000 Beschäftigten kümmern, betonte der Hamburger Rechtsanwalt.

Die Fast-Food-Kette sieht nun den „Weg frei für einen kompletten Neuanfang“, wie sie erklärte. Man werde „eng mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter zusammenarbeiten und versuchen, schnellstmöglich eine Lösung für die Wiedereröffnung der Restaurants und die Sicherung der Arbeitsplätze zu finden“, hieß es.

Die zehn größten Gastronomie-Betriebe in Deutschland

Platz 10

SSP Deutschland

Der Betreiber von Restaurants und Geschäften in Bahnhöfen und Flughäfen musste 2013 einen leichten Umsatzrückgang um fast acht Millionen auf 174Millionen Euro verkraften.

Quelle: Lebensmittel-Zeitung

Platz 9

Ikea

Die Restaurants in den 46 Ikea-Möbelhäusern konnten 2013 einen Umsatz von 180 Millionen Euro verbuchen, ein minimales Plus gegenüber 2012.

Platz 8

Subway

Die Zahl der Filialen der Sandwich-Kette ging zwar leicht um 10 auf 590 zurück im Jahr 2013. Doch der Umsatz konnte geschätzt um sieben auf 192 Millionen Euro zulegen.

Platz 7

Aral

Die Tankstellenkette erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von 192,2 Millionen Euro mit seinen „Petit Bistro“-Verkaufsstellen in 1096 Tankstellen: ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.

Platz 6

Yum Restaurants

Zum Yum-Konzern gehören Kentucky Fried Chicken aber auch die Pizza-Hut-Kette. In Deutschland baute Yum die Zahl der Filialen im Jahr 2013 um 6 auf 163 aus und steigerte den Umsatz um mehr als 15 Prozent auf 233 Millionen Euro.

Platz 5

Nordsee

Die Nordsee-Fischrestaurants machten 2013 insgesamt 291,6 Millionen Euro Umsatz und stagnierte damit im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Filialen ging um zwei zurück auf 334 Restaurants.

Platz 4

Autobahn Tank & Rast

Insgesamt 393 Raststätten an Autobahnen betreibt das Unternehmen. Der Umsatz belief sich 2013 geschätzt auf 600 Millionen Euro – Stagnation im Jahresvergleich.

Platz 3

LSG Lufthansa Service

Der Caterer der Fluggesellschaft Lufthansa steigert den Umsatz um etwas mehr als drei Prozent auf 753 Millionen Euro.

Platz 2

Burger King

Die Fast-Food-Kette hat 696 Restaurants und legte 2013 geschätzt beim Umsatz um etwas mehr als fünf Prozent auf 833 Millionen Euro zu.

Platz 1

McDonald’s

Die US-Burgerkette liegt unangefochten auf Rang 1. Mit 1468 Restaurants setzte McDonald’s geschätzt 3,1 Milliarden Euro.

Die von Yi-Ko beauftragten Anwälte bestätigten den Insolvenzantrag der Betreibergesellschaft der 89 geschlossenen Filialen. „Wir haben bis zuletzt intensiv verhandelt. Es ist sehr bedauerlich, dass die Parteien am Ende nicht zu einer wirtschaftlichen Einigung gefunden haben“, erklärte die Kanzlei Graf von Westphalen. Die Fast-Food-Kette habe sich am Ende doch entschieden, an dem Lieferstopp für die betroffenen Restaurants festzuhalten. Die Kanzlei betonte, dass für die Yi-Ko Holding GmbH selbst kein Insolvenzantrag gestellt worden sei.

Yi-Ko-Gesellschafter Alexander Kolobov sei Burger King während der Verhandlungen in allen arbeitsrechtlichen Themen einschließlich der Tarifbindung für alle Restaurants entgegengekommen und auch zu erheblichen Investitionen bereit gewesen, hieß es. „Wir hoffen, dass die Belieferung der Restaurants unmittelbar nach der Bestellung des Insolvenzverwalters wieder aufgenommen wird, damit die Restaurants so schnell wie möglich wieder geöffnet werden können.“ Die Zahlung der Novembergehälter für die rund 3000 Beschäftigten sei im Insolvenzverfahren „jedenfalls gesichert“, so die Kanzlei.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr x y

10.12.2014, 16:40 Uhr

Was soll's. 89 Lokale geschlossen. Die Leute haben trotzdem Hunger und gehen woanders hin. Dort wird man die freigesetzten AN brauchen. Freie Wirtschaft, was sonst.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×