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02.04.2012

12:59 Uhr

Fast-Food-Kette

Burger King probiert's mit Saft und Salat

Burger King will nicht der ewige Zweite hinter McDonald's bleiben. Dafür startet die Fast-Food-Kette nun eine Offensive. Fruchtsäfte und Salate sollen den angestaubten Ruf aufpolieren. Experten sind allerdings skeptisch.

Burger King erweitert sein Angebot um neue Salate, Säfte und Wraps. dapd

Burger King erweitert sein Angebot um neue Salate, Säfte und Wraps.

New YorkMit neuen Salaten und frisch zubereiteten Fruchtsäften will Burger King mehr Kunden in seine Restaurants in den USA locken. Insgesamt zehn neue Gerichte stehen ab Montag bei Burger King auf der Speisekarte, wie Nordamerika-Chef Steve Wiborg in der Zeitung „USA Today“ ankündigte. Zudem sollen die mehr als 3500 Restaurants in den kommenden drei Jahren nach und nach umgestaltet und so gemütlicher werden. „Es ist die größte Umstellung in der Geschichte des Unternehmens“, sagte Wiborg, „die größte Investition innerhalb eines Jahres“.

Burger King ist seit langem der ewige Zweite nach McDonald's und fiel im vergangenen Jahr laut Marktforschungsinstitut Technomic auf dem heimischen Markt sogar auf Platz drei hinter Wendy's zurück. Ende 2010 hatte der Investor 3G Capital den Whopper-Brater für vier Milliarden Dollar übernommen. Nordamerika-Chef Wiborg, der als 16-Jähriger bei Burger King hinter der Theke begann und zu einem der größten Franchise-Nehmer aufstieg, sagte der „USA Today“, Ziel der Umstellung sei es, „die Nummer eins zu werden“. Um das zu erreichen, „habe ich mich anheuern lassen“.

Daher werde auch die Werbekampagne für das gesündere und mehr auf kleine Mahlzeiten setzende Speisenangebot die „größte in der Unternehmensgeschichte“ werden, wie der stellvertretende Marketingchef Alex Macedo in der Zeitung ankündigte. Burger King nahm dafür Fußballstar David Beckham, Talkshow-Moderator Jay Leno und die Sängerin Mary J. Blige unter Vertrag. 40 Lastwagen sollen quer durchs Land fahren und die neuen Produkte bei Veranstaltungen unters Volk bringen.

In den Restaurants sollen die Angebotstafeln künftig digital die Speisen anpreisen, die Stühle - bislang im Boden verschraubt - sollen verrückbar und weicher gepolstert sein, das Licht gedämpfter. Mehr als 1000 Läden in den USA will Burger King in diesem Jahr umbauen, weitere 2500 sollen in den kommenden zwei Jahren folgen. „Am liebsten würde ich mit den Fingern schnippen und alles binnen eines Jahres verändern“, sagte Wiborg.

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