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31.07.2013

17:17 Uhr

Fast-Food-Kette

Burger King profitiert von Firmenumbau

Durch die Abgabe der eigenen Läden an Franchise-Partner kann Burger King die Kosten deutlich senken – der Gewinn steigt. Auch weiterhin sollen Restaurants an Partner übertragen werden. Der Druck auf die Kette ist groß.

Burger King verdiente unterm Strich 63 Millionen Dollar (47 Mio Euro) – viel mehr als im Vorjahreszeitraum. dapd

Burger King verdiente unterm Strich 63 Millionen Dollar (47 Mio Euro) – viel mehr als im Vorjahreszeitraum.

MiamiDie Neuaufstellung macht sich für Burger King weiterhin bezahlt. Weil die Hamburger-Kette die meisten eigenen Läden an Franchise-Partner abgegeben hat, sind die Kosten deutlich gesunken und der Gewinn schnellte auch im zweiten Quartal in die Höhe. Ziel sei es, alle Restaurants an Partner zu übertragen, erklärte Firmenchef Daniel Schwartz am Mittwoch in Miami.

Burger King verdiente unterm Strich 63 Millionen Dollar (47 Mio Euro) und damit 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig halbierte sich das Umsatz auf 278 Millionen Dollar. Statt der gesamten Einnahmen für einen Standort verbucht Burger King jetzt im Wesentlichen noch die Lizenzgebühren. Umgekehrt fallen für den Whopper-Brater die Betriebskosten weg.

Die zehn größten Gastronomiebetriebe Deutschlands

Platz 10

Aral

Die Tankstellenkette erzielte laut Deutschem Fachverlag im Jahr 2012 einen Umsatz von 175,8 Millionen Euro mit seinen „Petit Bistro“-Verkaufsstellen in 1084 Tankstellen. Damit gab es Stagnation im Vergleich zum Vorjahr.

Platz 9

Ikea

Vom Skandal um Pferdefleisch in den beliebten Hackfleischbällchen „Köttbullar“ war im vergangenen Jahr noch nicht die Rede. Die Restaurants in den 46 Ikea-Möbelhäusern konnten 1012 einen Umsatz von 179 Millionen Euro verbuchen, ein Plus von etwa 2,5 Prozent.

Platz 8

SSP Deutschland

Der Betreiber von Restaurants und Geschäften in Bahnhöfen und Flughäfen musste einen leichten Umsatzrückgang um drei Millionen auf 182 Millionen Euro verkraften.

Platz 7

Subway

Die Zahl der Filialen der Sandwich-Kette ging zwar leicht um 12 auf 600 zurück im Jahr 2012. Doch der Umsatz konnte geschätzt um zehn auf 185 Millionen Euro zulegen.

Platz 6

Yum Restaurants

In China kämpft der Yum-Konzern mit Umsatzrückgängen bei seiner Marke Kentucky Fried Chicken, nachdem Nachrichten über minderwertiges Hühnerfleisch die Runde gemacht hatten. Auch die Pizza-Hut-Kette und Taco Bells gehören zum Unternehmen. In Deutschland baute Yum die Zahl der Filialen im Jahr 2012 um 16 auf 157 aus und steigerte den Umsatz um mehr als zehn Prozent auf 199 Millionen Euro. Das reichte für Rang 6 statt Rang 7 im Vorjahr.

Platz 5

Nordsee

Unter den größten fünf Unternehmen gab es keine Veränderung. Die Nordsee-Fischrestaurants machten 291 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2012 ein Rückgang um zehn Millionen Euro. Auch die Zahl der Filialen ging zurück auf 336 Restaurants (Vorjahr: 345).

Platz 4

Autobahn Tank & Rast

Insgesamt 392 Raststätten an Autobahnen betreibt das Unternehmen. Der Umsatz belief sich 2012 geschätzt auf 599 Millionen Euro. Damit gelang nur ein minimales Plus.

Platz 3

LSG Lufthansa Service

Der Caterer der Fluggesellschaft Lufthansa steigert den Umsatz um etwas mehr als zwei Prozent auf 730 Millionen Euro.

Platz 2

Burger King

Die Fast-Food-Kette hat 700 Restaurants (Vorjahr: 696) und legte 2012 geschätzt beim Umsatz um etwas mehr als fünf Prozent auf 833 Millionen Euro zu. Das reichte nicht, um sich näher an den Erzrivalen heranzupirschen …

Platz 1

McDonald’s

… der unangefochten auf Rang 1 liegt. Mit 1440 Restaurants setzt McDonald’s 3,25 Milliarden Euro um und wuchs prozentual zwar langsamer als Burger King. Doch absolut legte der Umsatz um 52 Millionen Euro zu. Allerdings sackte die Zahl der Gäste unter die 2011 noch geknackte Marke von eine Milliarde.

Dieser Umbau hatte in Deutschland allerdings für Streit gesorgt. Betriebsräte fühlten sich nach der Übernahme von 91 konzerneigenen Filialen durch den Franchise-Nehmer Yi-Ko Holding massiv in ihrer Arbeit behindert, so die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) kurz nach der Transaktion im Mai. Deutschland ist der wichtigste Markt für Burger King außerhalb der USA.

Der Druck auf die Fast-Food-Branche ist derzeit groß. Das Geschäft mit Burgern und Pommes ist kein Selbstläufer mehr. Branchenprimus McDonald's stellt sich auf ein schwieriges Jahr ein und auch Burger King wuchs zuletzt eher durch Neueröffnungen. Dagegen brachten die vorhandenen Standorte kaum mehr ein. Der Kurs stieg im frühen New Yorker Handel leicht.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

04.08.2013, 09:44 Uhr

Die Burger sind nicht schlecht, aber warum gibt es keine andere Beilage als ewig nur Pommes? Bei KFC gibt's Cole Slaw und Kartoffelbrei, bitte nachmachen.

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