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27.09.2013

18:34 Uhr

Fast-Food-Kette

McDonald's will noch gesünder werden

Salat statt Pommes, Milch statt Cola – in Deutschland können McDonald's-Fans schon länger gesund essen. Nun will die Kette ihr Image als „Big Mac“-Bräter weiter wandeln und auch in anderen Ländern auf Gesundes setzen.

Die Fast-Food-Kette McDonald's arbeitet weiter an ihrem Image-Wechsel und will nun auch in anderen Ländern auf Gesundes setzen. ap

Die Fast-Food-Kette McDonald's arbeitet weiter an ihrem Image-Wechsel und will nun auch in anderen Ländern auf Gesundes setzen.

New YorkDie Fast-Food-Kette McDonald's will sich noch stärker als bisher ein gesünderes Image zulegen. Das US-Unternehmen verpflichtete sich dazu, dass Kunden bei den Menüs ihre Pommes frites durch Salat, Gemüse oder Obst ersetzen können. Bei den „Happy Meals“ für Kinder werden als Getränke künftig nur noch Milch, Wasser und Säfte anstelle von Softdrinks wie Cola beworben. Kinder sollen zudem in der Werbung zu gesundem Essen ermuntert werden.

Die Verpflichtung ging McDonald's am Donnerstag (Ortszeit) auf der Konferenz der Clinton Global Initiative in New York ein. Sie gilt für 20 wichtige Märkte – darunter die USA und Deutschland – und soll bis zum Jahr 2020 komplett umgesetzt werden. „Wenn wir die katastrophalen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen von Fettleibigkeit auf der Welt eindämmen wollen, brauchen wir mehr Unternehmen, die dem Beispiel von McDonald's folgen“, erklärte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton als Gründer und Vorsitzender der Stiftung.

Die zehn größten Gastronomiebetriebe Deutschlands

Platz 10

Aral

Die Tankstellenkette erzielte laut Deutschem Fachverlag im Jahr 2012 einen Umsatz von 175,8 Millionen Euro mit seinen „Petit Bistro“-Verkaufsstellen in 1084 Tankstellen. Damit gab es Stagnation im Vergleich zum Vorjahr.

Platz 9

Ikea

Vom Skandal um Pferdefleisch in den beliebten Hackfleischbällchen „Köttbullar“ war im vergangenen Jahr noch nicht die Rede. Die Restaurants in den 46 Ikea-Möbelhäusern konnten 1012 einen Umsatz von 179 Millionen Euro verbuchen, ein Plus von etwa 2,5 Prozent.

Platz 8

SSP Deutschland

Der Betreiber von Restaurants und Geschäften in Bahnhöfen und Flughäfen musste einen leichten Umsatzrückgang um drei Millionen auf 182 Millionen Euro verkraften.

Platz 7

Subway

Die Zahl der Filialen der Sandwich-Kette ging zwar leicht um 12 auf 600 zurück im Jahr 2012. Doch der Umsatz konnte geschätzt um zehn auf 185 Millionen Euro zulegen.

Platz 6

Yum Restaurants

In China kämpft der Yum-Konzern mit Umsatzrückgängen bei seiner Marke Kentucky Fried Chicken, nachdem Nachrichten über minderwertiges Hühnerfleisch die Runde gemacht hatten. Auch die Pizza-Hut-Kette und Taco Bells gehören zum Unternehmen. In Deutschland baute Yum die Zahl der Filialen im Jahr 2012 um 16 auf 157 aus und steigerte den Umsatz um mehr als zehn Prozent auf 199 Millionen Euro. Das reichte für Rang 6 statt Rang 7 im Vorjahr.

Platz 5

Nordsee

Unter den größten fünf Unternehmen gab es keine Veränderung. Die Nordsee-Fischrestaurants machten 291 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2012 ein Rückgang um zehn Millionen Euro. Auch die Zahl der Filialen ging zurück auf 336 Restaurants (Vorjahr: 345).

Platz 4

Autobahn Tank & Rast

Insgesamt 392 Raststätten an Autobahnen betreibt das Unternehmen. Der Umsatz belief sich 2012 geschätzt auf 599 Millionen Euro. Damit gelang nur ein minimales Plus.

Platz 3

LSG Lufthansa Service

Der Caterer der Fluggesellschaft Lufthansa steigert den Umsatz um etwas mehr als zwei Prozent auf 730 Millionen Euro.

Platz 2

Burger King

Die Fast-Food-Kette hat 700 Restaurants (Vorjahr: 696) und legte 2012 geschätzt beim Umsatz um etwas mehr als fünf Prozent auf 833 Millionen Euro zu. Das reichte nicht, um sich näher an den Erzrivalen heranzupirschen …

Platz 1

McDonald’s

… der unangefochten auf Rang 1 liegt. Mit 1440 Restaurants setzt McDonald’s 3,25 Milliarden Euro um und wuchs prozentual zwar langsamer als Burger King. Doch absolut legte der Umsatz um 52 Millionen Euro zu. Allerdings sackte die Zahl der Gäste unter die 2011 noch geknackte Marke von eine Milliarde.

McDonald's-Chef Don Thompson müht sich seit einiger Zeit, das Image des „Big Mac“-Bräters zu wandeln. So gibt es in Deutschland schon heute die Möglichkeit, einen Salat beim Sparmenü oder Milch und eine Apfeltüte beim „Happy Meal“ zu ordern. Hintergrund des Umdenkens bei McDonald's ist zum einen wachsender politischer und öffentlicher Druck, zum anderen ein eher lustlos laufendes Geschäft mit Wachstumsraten, die deutlich unter denen der Vergangenheit liegen.

„Die Verpflichtung spiegelt wider, welche Fortschritte McDonald's in Sachen Ernährung und Wohlbefinden macht“, erklärte Thompson. „Wir wissen aber, dass noch mehr zu tun ist.“ McDonald's wolle seine Möglichkeiten als weltweit tätiges Unternehmen nutzen, um die Kunden aufzuklären.

In den 20 Märkten, die von der Verpflichtung abgedeckt werden, macht die Kette 85 Prozent ihres gesamten Geschäfts. Dazu gehören auch noch China, Frankreich, Japan, die Niederlande, Russland oder Großbritannien.

Auf der Hauptversammlung im Mai hatte sich Thompson der Frage eines Mädchens stellen müssen, warum das Unternehmen so ungesundes Essen anbiete. „Wir verkaufen kein Junk Food, Hannah“, hatte der Chef von mehr als 34.000 Schnellrestaurants gesagt. „Wir verkaufen viel Obst und Gemüse bei McDonald's, und wir wollen noch mehr verkaufen.“

Von

dpa

Kommentare (10)

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Tinus_Fynn

27.09.2013, 19:54 Uhr

"Gemüse statt Pommes"
Klingt ja nett, aber ist trotzdem eine eher unglückliche Formulierung. Nur kurz als konstruktive Kritik in den Raum geworfen.

Prostmahlzeit

27.09.2013, 22:45 Uhr

Der Ekel unterscheidet den Menschen vom Tier.
Schon mal hinter die Theke in die Küche geschaut, wer da was zusammen rührt ?
Na dann ... Prost Mahlzeit.

Account gelöscht!

27.09.2013, 23:25 Uhr

Naja, Menschen halt.

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