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25.07.2017

15:37 Uhr

Fastfood

McDonald's punktet mit neuen Burgern

Der US-Fastfood-Konzern McDonald's hat im zweiten Quartal zwar weniger umgesetzt als im Vorjahr, dabei aber deutlich mehr verdient. Neue Burger und Sonderaktionen kamen bei den Kunden gut an.

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Oak BrookDer Fast-Food-Riese McDonald's hat mit seinen neuen Burgern und Sonderaktionen den Geschmack der Kunden getroffen. „Wir verbessern McDonald's und die Kunden honorieren es“, sagte Konzernchef Steve Easterbrook am Dienstag. Im zweiten Quartal habe die Schnell-Imbiss-Kette in ihren neueren Restaurants den höchsten Umsatzzuwachs und die stärkste Kundenfrequenz seit mehr als fünf Jahren erzielt.

So stiegen die Erlöse konzernweit in den seit mindestens 13 Monaten geöffneten Restaurants um 6,6 Prozent. Wegen der Übertragung von Geschäften an Franchisepartner schrumpfte der konsolidierte Umsatz jedoch um 3,4 Prozent auf 6,05 Milliarden Dollar, lag damit aber über den Analystenschätzungen. Gleichwohl legte der Gewinn auf 1,4 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro) zu nach 1,1 Milliarden Dollar vor Jahresfrist.

Deutschlands erfolgreichste Fast-Food-Restaurants

10. Edeka

Dass Edeka Zentrale im Ranking auftaucht, zeigt: Auch bei Bäckern und in Supermärkten wird das Gastronomie- und Snack-Geschäft wichtiger. In die Umsatzzahl von 198 Millionen Euro sind dabei viele Angebote der Kaufleute nicht mal eingerechnet.

Quelle für alle Zahlen: Fachzeitschrift „Food Service“

9. Ikea

Ikea wächst ebenfalls bei der Gastronomie – auch dank neuer Angebote wie vegetarischer Bällchen um 13 Millionen auf 204 Millionen Euro. In der ersten City-Filiale in Hamburg-Altona ist die Gastronomie sogar so erfolgreich, dass Ikea bereits am dortigen Bahnhof wirbt. „Bei uns gibt es neben Coffee auch Tische to go“.

8. Aral

Aral wächst mit Petit Bistro in den Filialen seiner 1137 Franchisenehmer und bringt es auf 212,1 Millionen Euro Umsatz. Der Ölkonzern sorgte für Aufsehen, weil die konzerneigenen Filialen schrittweise auf Rewe to Go umgestellt werden. Das Kölner Handelsunternehmen weitet so die Präsenz seiner Convenience-Linie deutlich aus.

7. Subway

Subway hat seine Krise in Deutschland überwunden und wächst wieder. Zwischenzeitlich hatte die Kette mit ihren Franchise-Nehmern zu viele Filialen in Deutschland eröffnet. Anschließend gab es Ärger mit mehreren Partnern, die sich über hohe Gebühren bei wenig Umsatz beklagten. Inzwischen ist das Filialnetz bereinigt, Subway läuft in Deutschland wieder recht geräuschlos – und wächst um zwölf Millionen Euro auf 215 Millionen Euro. Die Positionierung als gesunde Alternative hilft.

6. Yum

Yum betreibt Kentucky Fried Chicken und Pizza-Hut-Restaurants. Vor allem KFC sagen Experten wie „Food Service“-Herausgeberin Gretel Weiss großes Wachstumspotenzial in Deutschland (Umsatz: 267,8 Millionen Euro) nach. Wie in den USA wäre Platz an jeder Ecke. Doch im Konzern stehen Schwellenländer noch höher auf der Agenda als das reife Europa.

5. Nordsee

Nordsee stagniert bei 297,9 Millionen Euro Umsatz. Die Gruppe von Heiner Kamps arbeitet an ihrem Konzept und will so mehr junge Kunden erreichen. Neben die klassischen Fisch-Angebote treten dazu Aktionen, die auch Trendthemen aufgreifen sollen. Auch der Werbeauftritt ist neu.

4. Tank & Rast

Autobahn Tank & Rast versorgt 400 Filialen, vor allem Raststätten. Der Umsatz stieg um 18 Millionen auf 621 Millionen Euro.

3. LSG Lufthansa

LSG Lufthansa ist der Caterer der Fluggesellschaft. Die „Sky Chefs“ gewinnen 34 Millionen Euro Umsatz auf 824 Millionen Euro.

2. Burger King

Burger King lässt den Skandal um Hygienemängel bei einem großen Franchise-Nehmer hinter sich. Der Umsatz stieg um 35 Millionen Euro auf 865 Millionen Euro. Dabei gibt es sogar eine Filiale weniger als im Vorjahr, nämlich 694. Offenbar haben die Kunden ein kurzes Gedächtnis für Skandale – oder glauben den Beteuerungen des Unternehmens, dass es nun besser laufe. Im Vorjahr hatte Burger King noch 5,7 Prozent Umsatz eingebüßt.

1. McDonald’s

McDonald’s ist mit riesigem Abstand Marktführer unter den Systemgastronomen in Deutschland. Mit neuen Angeboten wie dem Bio Burger sind die Amerikaner aus der Defensive gekommen. Die Fachzeitschrift „Food Service“ schätzt das Umsatzplus auf 70 Millionen Euro – obwohl nur eine Filiale dazugekommen ist. Damit würde der Konzern in Deutschland in 1478 Betrieben 3,08 Milliarden Euro umsetzen. Ein Zukunftsstore am Frankfurter Flughafen zeigt, wie die Filialen künftig aussehen sollen – unter anderem an Autobahnen, wo McDonald’s bei Tank & Rast einige Burger Kings ablösen wird.

McDonald's hatte 2015 mit der Umstellung seines Angebots begonnen. In den USA sind Frühstücksangebote inzwischen rund um die Uhr zu haben. Zudem wird bei Hühnern auf Antibiotika verzichtet.

Anfang März hatte der Konzern außerdem erklärt, Kunden künftig damit gewinnen zu wollen, dass sie per Smartphone-App bestellen und bezahlen können. Zunächst soll das System in den rund 14.000 US-Filialen eingeführt werden.

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