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16.09.2015

15:47 Uhr

Fedex

Post-Rivale kürzt Gewinnprognose

Nach zwei überraschend schwachen Quartalen kappt der US-Paketriese Fedex seine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Die Gewinne des Konzerns sind zwar gestiegen, bleiben aber hinter den Erwartungen zurück.

Der US-Paketdienst FedEx hat 2015 bislang weniger verdient als erwartet. ap

FedEx senkt Gewinnprognose

Der US-Paketdienst FedEx hat 2015 bislang weniger verdient als erwartet.

MemphisDer US-Paketdienst Fedex hat nach einem verhaltenen Start in sein neues Geschäftsjahr die Gewinnprognose zusammengestrichen. Dem Rivalen der Deutschen Post machen unter anderem der starke Dollar, höher als erwartet ausfallende Kosten und ein schwächelndes Frachtgeschäft zu schaffen.

Fedex werde nun stark darauf setzen, die Margen in die Höhe zu treiben, kündigte Finanzchef Alan Graf am Mittwoch an. Fedex-Aktien rutschten vorbörslich um mehr als drei Prozent ab.

Graf hatte noch im Juni einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 10,60 bis 11,10 US-Dollar angekündigt. Nun sollen es nur noch 10,40 bis 10,90 US-Dollar werden. Dabei hat der US-Riese insgesamt Umsatz und Gewinn im ersten Quartal gesteigert. Allerdings brach bei der Fracht-Sparte bei stagnierenden Umsätze der Gewinn ein - der operative Ertrag sank um 21 Prozent auf 132 Millionen Dollar.

Die Konkurrenten der Deutschen Post

DPD

DPD Deutschland gehört zur DPD Group, nach eigenen Angaben das zweitgrößte Netzwerk von Paketdiensten in Europa. Die Zentrale des Unternehmens mit 7500 Mitarbeitern ist in Aschaffenburg (Bayern). Im März 2015 kündigte der Paketdienst an, die Deutsche Post DHL mit einer einheitlichen europäischen Marke herauszufordern. So soll das Paketnetz europaweit auf 22.000 Stationen erweitern werden.

Quelle: dpa

Pin Mail AG

Bei dem Postdienstleister mit Sitz in Berlin dominiert die Farbe Grün - statt Post-Gelb. Die Firma hat rund 1150 Mitarbeiter und beförderte 1999 in der Hauptstadt die ersten Briefsendungen.

Hermes

Der international tätige Handels- und Logistikdienstleister ist ein Tochterunternehmen der Otto Group und beschäftigt rund 9000 Mitarbeiter in Deutschland. In Europa bewegte die Hamburger Firma im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 530 Millionen Sendungen im Paket- und Logistikgeschäft. Deutschland gehört zu den Kernmärkten.

TNT

Das niederländische Unternehmen ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Anbieter von Expressdienstleistungen für Geschäftskunden. Dazu gehört die deutsche TNT Express GmbH mit Sitz in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) mit etwa 3700 Mitarbeitern. Im Jahr 2013 hatten die EU-Wettbewerbshüter eine Fusion mit dem US-Paketdienst UPS untersagt.

UPS

Der US-Paketdienstleister bezeichnet sich als der größte Express- und Paketzustelldienst weltweit mit rund 435 000 Mitarbeitern. Im April 2015 kündigte UPS-Deutschland-Chef Frank Sportolari in der „Wirtschaftswoche“ an, dass der Konzern eine Milliarde Euro in Europa investieren wolle - unter anderem in den Ausbau seiner Sortierzentren und in neue Paketshops.

Auch dem Rivalen Deutsche Post hatte zuletzt sein weltweites Frachtgeschäft Sorge bereitet. Die Bonner kämpfen dort mit Gewinnrückgängen, ächzen unter hohem Wettbewerbsdruck - aber auch unter den Folgen interner Umbauten.

Fedex könnte der Post bald verstärkt Konkurrenz machen. Der US-Konzern will für 4,4 Milliarden Euro TNT Express übernehmen. US-Weltmarktführer UPS war vor zwei Jahren mit eigenen Plänen für eine TNT-Übernahme am Widerstand der EU-Wettbewerbshüter gescheitert.

Von

dpa

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