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31.05.2016

16:51 Uhr

Fehmarnbelttunnel

Milliarden-Bauprojekt nimmt wichtige Hürde

Das Mega-Projekt Fehmarnbelttunnel rückt näher: Vier milliardenschwere Bauverträge sind am Montagabend unterzeichnet worden. Doch damit sind längst nicht alle Bedingungen erfüllt.

Visualisierung des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark auf dänischer Seite in Rodbyhavn. dpa

Geplanter Fehmarnbelt-Tunnel

Visualisierung des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark auf dänischer Seite in Rodbyhavn.

KopenhagenDer Bau des Fehmarnbelttunnels zwischen Dänemark und Deutschland hat eine wichtige Hürde genommen. Die dänische Regierung und die internationalen Baukonsortien unterschrieben am Montagabend vier Hauptbauverträge im Wert von vier Milliarden Euro, wie die Planungsgesellschaft Femern A/S am Dienstag mitteilte.

Die Unterzeichnung war ursprünglich für den 13. Mai geplant gewesen. Sie war aber kurzfristig abgesagt worden, weil leer ausgegangene Firmen Beschwerde gegen das Ausschreibungsverfahren eingereicht hatten. „Die Beschwerden werden derzeit von den dänischen Behörden geprüft“, hieß es am Donnerstag. Bei den jetzt unterzeichneten Verträgen geht es nach Angaben von Femern A/S um den gesamten Absenktunnel und die Tunnelelementefabrik, den Bau von Portalen und Rampen sowie den Aushub des Tunnelgrabens und Landgewinnungsarbeiten.

Am Bau werden mehrere deutsche Unternehmen beteiligt sein.

Der Bau des 18 Kilometer langen Tunnels zwischen der dänischen Insel Lolland und Fehmarn soll frühestens 2019 starten. Noch fehlt dazu die Genehmigung aus Deutschland, die erst 2017 vorliegen soll. „Das Vorliegen des deutschen Planfeststellungsbeschlusses ist eine Bedingung, die für den Baustart erfüllt sein muss“, machte Femern-Chef Claus F. Baunkjær am Dienstag klar.

In Deutschland begehren vor allem Umweltschützer gegen das Projekt auf. „Unserer Auffassung nach verstößt das Vorhaben der festen Fehmarnbeltquerung unter anderem gegen nationales und europäisches Umweltrecht“, sagte Malte Siegert vom Naturschutzbund Deutschland. Weil eine gerichtliche Klärung noch ausstehe, sei die Unterzeichnung der Bauverträge „eher eine Absichtserklärung“. Werde das Projekt gestoppt, „wären wahrscheinlich horrende Entschädigungen fällig.“

Die Kosten des Tunnels, die Dänemark trägt, werden auf 7 Milliarden Euro geschätzt, davon sind 6 Milliarden Euro für den Bau eingeplant. Deutschland muss für die Hinterlandanbindung auf der eigenen Seite zahlen.

Von

dpa

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