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25.06.2013

18:39 Uhr

Fernsehhersteller

Loewe-Chef will Aktionären Ende Juli Retter präsentieren

Neuer Haupteigentümer mit viel Kapital gesucht: Der Loewe-Chef will seinen Anteileigner Ende Juli in Berlin einen Investor präsentieren. Die Verhandlungen mit Unternehmern aus dem nahen Osten laufen noch.

Der neue Investor soll laut Loewe-Chef Harsch zufolge einerseits Panels für die Flachbildschirme liefern, andererseits auch frisches Kapital mitbringen. dapd

Der neue Investor soll laut Loewe-Chef Harsch zufolge einerseits Panels für die Flachbildschirme liefern, andererseits auch frisches Kapital mitbringen.

MünchenDer schwer angeschlagene Fernseherhersteller Loewe will seinen Aktionären Ende Juli Details zu den Verhandlungen mit potenziellen Rettern aus dem Fernen Osten nennen. "Die Gespräche mit strategischen Partnern und Investoren machen Fortschritte. Unser Ziel ist es, den Aktionären in Berlin dazu mehr zu sagen", sagte Firmenchef Matthias Harsch der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe).

Die verlustträchtige Loewe bittet ihre Anteilseigner am 31. Juli in die Hauptstadt, um ihnen unter anderem offiziell zu beichten, dass das Traditionsunternehmen die Hälfte seines Eigenkapitals verbraucht hat. Üblicherweise trafen sich die Aktionäre in der Vergangenheit in München.

Der neue Investor soll Harsch zufolge einerseits Panels für die Flachbildschirme liefern, andererseits auch frisches Kapital mitbringen. Ohne Kapitalerhöhung droht dem Traditionsunternehmen der Kollaps. Nach einem geplanten Kapitalschnitt und der Ausgabe neuer Aktien könnte ein Investor für eine verhältnismäßig geringe Summe auf einen Schlag zwei Drittel der Anteile an Deutschlands größtem Fernseher-Hersteller bekommen.

Offen ist, wie sich der bislang größte Anteilseigner Sharp verhalten wird, den ebenfalls schwere Sorgen plagen nach zwei Jahren mit hohen Nettoverlusten.

Mit einem neuen Haupteigentümer im Rücken sieht Harsch für sein Haus gute Überlebenschancen. "Loewe hat als Premiumanbieter bisher nur den BMW Siebener und Fünfer im Angebot. Künftig werden wir auch die Einser- und Dreier-Reihe anbieten, um einen Anteil von zehn Prozent am Premiummarkt zu erzielen. Dann reden wir von einer Million verkaufter TV-Geräte und 500 Millionen Euro Umsatz."

Damit würde er den Jahresumsatz von zuletzt 250 Millionen Euro verdoppeln. Harsch ist das Label "Made in Germany" nicht mehr so wichtig, die Produktion soll verstärkt im Ausland erfolgen. Rund ein Fünftel der Stellen im Kronacher Stammwerk wurden bereits gestrichen.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Golo123

30.06.2013, 16:31 Uhr

Was macht folglich Loewe falsch, was nur etwa gut eine Autostunde enrfernt in Zirndorf seit Jahrezehnten richtig läuft, .........

"Made in Germany" ist nicht mehr so wichtig, aha!
Was meint man bei Loewe ist wichtig für den Konsumenten, der im Premium-Bereich kauft....?

Klar, daß diese Denke nicht nur hunderte einheimischer Arbeitsplätze vernichtet, sondern auch die zahlende Kundschaft zum Wettbewerb treibt!

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