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22.06.2015

12:29 Uhr

Ferrero vernascht Thorntons

Nutella-Konzern will noch mehr Briten verführen

Ferrero wächst auf der Insel: Im vergangenen Jahr machte der Hersteller von Nutella und Überraschungs-Eiern in Großbritannien den höchsten Umsatz der Firmengeschichte. Jetzt kauft der Süßwarenhersteller zu.

Das Traditionsunternehmen geht an Ferrero. Reuters

Schoko-Osterhasen von Thorntons

Das Traditionsunternehmen geht an Ferrero.

Der Süßwarenhersteller Ferrero setzt auf die Insel: Die Italiener übernehmen den britischen Schokoladenproduzenten Thorntons. Das gaben die beiden Unternehmen am Montag bekannt.

Der nicht börsennotierte Konzern zahlt 145 Pence je Aktie von Thorntons und damit einen Kaufpreis von insgesamt 112 Millionen Pfund (157 Millionen Euro), wie Ferrero in einer Stellungnahme mitteilte. Das entspricht einem Aufschlag auf den Thorntons-Schlusskurs vom Freitag von 43 Prozent. Der Kurs der Briten schnellte am Montag an der Londoner Börse hoch bis auf den Angebotskurs.

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Mit Thorntons schnappt sich Ferrero ein 104 Jahre altes Traditionsunternehmen. Das italienische Unternehmen mit Sitz in Alba wurde zwar drei Jahrzehnte nach dem britischen Hersteller gegründet, ist jedoch mittlerweile zu einem der weltgrößten Süßwarenkonzerne gewachsen. Mit Marken wie Nutella, Tic Tac und Ferrero Rocher kommt das Unternehmen auf einen Jahresumsatz von 8,4 Milliarden Euro.

Thorntons ist außerhalb Großbritanniens kaum bekannt und setzte im vergangenen Jahr etwa 222 Millionen Pfund um. „Wir haben 2014 in Großbritannien unser bislang bestes Ergebnis erzielt und denken, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um auf diesem wichtigen Markt zu wachsen“, erklärte Ferrero-Chef Giovanni Ferrero in einer Stellungnahme. Ferrero hatte nach eigenen Angaben bereits eine Beteiligung in Höhe von knapp 30 Prozent an Thorntons erworben.

Die beliebtesten Schokolademarken Deutschlands

Platz 10

Sarotti

Die Schokomarke mit dem Mohr hat ihre Wurzeln in Berlin, doch kommt heute aus dem Hause Stollwerck und wird in Köln produziert.

Umfrage: Ifak Institut, Ipsos, GfK Media and Communication Research.

Platz 9

Toblerone

Die dreieckige Schokolade aus der Schweiz ist auch hierzulande ein Verkaufshit. Die Schokomarke gehört dem Lebensmittelmulti Mondelēz, der auch Milka produziert.

Platz 8

Trumpf/Schogetten

In Aachen begann die Erfolgsgeschichte der vorportionierten Tafeln. Mittlerweile gehört die Schokoladenmarke zur Krüger-Gruppe und wird auch in den großen Discountern vertrieben.

Platz 7

Kinderschokolade

„Mit der Extra-Portion Milch“ wirbt der Hersteller Ferrero für seine süßen Tafeln. Dabei bleibt die Hauptzutat natürlich Zucker.

Platz 6

Alpia

Auch die rosa Schokomarke kommt aus dem Hause Stollwerck und soll vor allem preisbewusste Kunden ansprechen.

Platz 5

Merci

Das schokoladige Dankeschön in Form kleiner Schokoriegel aus dem Hause Storck ist in Deutschland weiterhin gefragt. Inzwischen wird es in 70 Ländern weltweit vertrieben.

Platz 4

Yogurette

„Jung, Schwung, Stimmung“. Die Schokoriegel mit Erdbeer-Joghurt-Geschmack haben mittlerweile viele saisonabhängige Ableger.

Platz 3

Lindt

Der internationale Schokokonzern aus der Schweiz genießt auch in Deutschland einen guten Ruf - von Schokohasen bis Pralines.

Platz 2

Ritter Sport

Zuletzt machte der Mittelständler aus Waldenbuch durch einen Streit mit der Stiftung Warentest von sich reden. Der Beliebtheit tut das keinen Abbruch.

Platz 1

Milka

Der lila Riese dominiert die deutsche Schokobranche. Mittlerweile wird die Marke auch auf etlichen anderen Produkten vermarktet.

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