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25.08.2016

10:35 Uhr

Fielmann steigert Gewinn

Erfolgsfaktor Sonnenbrille

Die Optikerkette Fielmann hat ihren Gewinn im zweiten Quartal kräftig gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Überschuss um 17 Prozent auf 44,6 Millionen Euro. Nun stehen die Zeichen erst recht auf Expansion.

Fielmann baut sein Filialnetz in den europäischen Nachbarländern weiter aus. Vor allem den italienischen Markt hat die Optikerkette für sich entdeckt. dpa

Günther Fielmann, Chef der Optikerkette

Fielmann baut sein Filialnetz in den europäischen Nachbarländern weiter aus. Vor allem den italienischen Markt hat die Optikerkette für sich entdeckt.

HamburgDie Optikerkette Fielmann hat von einer höheren Nachfrage nach Sonnenbrillen profitiert. Der Absatz an Sehhilfen sei im zweiten Quartal um sechs Prozent auf etwas mehr als zwei Millionen Stück geklettert, teilte das börsennotierte Familienunternehmen am Donnerstag mit. Da mit Sonnenbrillen weniger Geld zu verdienen ist als mit Gläsern für Sehhilfen, stieg der Umsatz mit plus fünf Prozent auf 344 Millionen Euro etwas langsamer als der Absatz. Deutlich stärker legte der Vorsteuergewinn zu, weil Fielmann wegen der Fußball-Europameisterschaft weniger Geld für Werbung ausgab. Den endgültigen Zahlen zufolge kletterte das Ergebnis vor Steuern um knapp 17 Prozent auf 62,6 Millionen Euro.

Fielmann hatte auf Grundlage vorläufiger Zahlen zur Hauptversammlung im Juli bereits mitgeteilt, dass das Ergebnis um 15 Prozent gestiegen sei. Grund für den vergleichsweise hohen Ertragszuwachs waren neben niedrigeren Werbeausgaben auch Währungseffekte. Nach Abzug von Steuern verdiente das Unternehmen 44,6 Millionen Euro, ein Plus von 17,0 Prozent.

Das sind Deutschlands größte Optiker

Platz 10

Die Kette Eyes and More eröffnet mit einem Jahresumsatz im Jahr 2014 von 33,2 Millionen Euro die Top Ten. 2006 eröffnete in Lübeck die erste Filiale. Mittlerweile hat das Unternehmen mit Sitz in Bad Segeberg ein rasantes Wachstum hingelegt und 79 Filialen, die in Eigenregie oder Franchising betrieben werden.

Platz 9

Krass Optik machte 2014 in Deutschland 38,3 Millionen Euro Umsatz. Die Kette mit Sitz in Dornach-Aschheim hatte zu diesem Zeitpunkt 67 Filialen.

Platz 8

Abele Optik liegt mit 38,5 Millionen Euro Jahresumsatz auf dem achten Platz. 1945 in Würzburg gegründet betreibt die Optiker-Kette heute 72 Filialen. Die Anzahl der Geschäfte ist seit Jahren stabil.

Platz 7

Die Kette Binder Optik macht mit ihren deutschen Niederlassungen einen Jahresumsatz von 40,1 Millionen Euro. 49 Filialen betreibt das Unternehmen in Deutschland. Binder Optik wurde 1975 von Helmut und Gabriele Baur in Böblingen gegründet und ist vor allem im Süden Deutschlands vertreten. Es gibt aber auch Filialen auf Mallorca.

Platz 6

Optik Matt ist nach Umsatz die sechstgrößte Kette in Deutschland. Das Unternehmen machte mit seinen 71 deutschen Filialen 2014 einen Umsatz von 43 Millionen Euro. Optik Matt wurde 1955 von Hannelore und Bernhard Matt in Regensburg gegründet.

Platz 4

Mit einem Jahresumsatz von 47 Millionen Euro liegt Optiker Bode auf Rang fünf. Die Kette betrieb Ende 2014 insgesamt 74 Filialen in Deutschland. Hans Bode eröffnete 1938 in Hamburg-Barmbek die erste Filiale.

Platz 4

Die Aktivoptik Service AG liegt mit einem Jahresumsatz von 48,3 Millionen Euro auf Rang vier der Liste. Inklusive Franchisepartner hatte das Unternehmen 2014 insgesamt 79 Filialen. Die erste wurde 1989 in Gensingen eröffnet. Das Unternehmen bietet mittlerweile auch Hörgeräte an.

Platz 3

Die Kette Pro Optik liegt mit 112 Millionen Euro Jahresumsatz auf dem dritten Platz in Deutschland. Inklusive Franchisepartnern hat betreibt das Unternehmen 126 Filialen. Pro Optik wurde 1985 von Rainer Hildebrandt und Peter Hoppert gegründet. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Wendlingen und in den vergangenen Jahren ein kräftiges Wachstum bei den Filialen hinter sich.

Platz 2

Mit einem Jahresumsatz von 426 Millionen Euro ist Apollo Optik die Nummer zwei in Deutschland. Das Unternehmen betreibt mit seinen Franchisepartner die meisten Filialen in Deutschland. 2014 waren es 751. Doch am Branchenprimus in Deutschland kommt Apollo Optik beim Umsatz nicht vorbei.

Platz 1

Fielmann ist die unumstrittene Nummer eins in Deutschland. 2014 machte das Unternehmen einen Umsatz von 973 Millionen Euro mit seinen Niederlassungen in Deutschland. 582 davon betrieb die börsennotierte AG Ende 2014. Das Unternehmen wuchs damit in den vergangenen Jahren leicht. 2009 waren es noch 551 Optik-Geschäfte.

Quelle: ZVA

Mit einer konkreten Prognose für das laufende Jahr hielt sich Fielmann wie gewohnt zurück. „Wir sind zuversichtlich, unsere Marktposition auszubauen“, sagte Vorstandschef Günther Fielmann. Zur Jahresmitte betrieb das von ihm gegründete Unternehmen aus Hamburg 700 Niederlassungen, zehn mehr als im Vorjahr, und beschäftigte 17.140 (Vorjahr 16.566) Mitarbeiter. Mehr als 1000 Lehrlinge beginnen in diesem Jahr ihre Ausbildung bei Fielmann.

Fielmann ist in Deutschland unangefochtener Marktführer und baut sein Filialnetz auch in den europäischen Nachbarländern weiter aus, wie zuletzt in Italien. Ende Juni betrieb der Konzern insgesamt 700 Niederlassungen. Vorläufige Zahlen hatte Fielmann bereits Mitte Juli anlässlich der Hauptversammlung mitgeteilt.

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Die deutschen Verbraucher haben gewählt: Nach einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Servicevalue im Auftrag des Handelsblatts sind Amazon und die Drogeriekette dm Deutschlands beste Händler.

Die Konkurrenz der Internet-Anbieter fürchtet das Unternehmen nicht, Fielmann selbst verzichtet bislang auf den Online-Brillenvertrieb. Eine Korrektionsbrille, die nicht sauber zentriert sei, mache gesundheitliche Probleme, hatte Vorstandschef Günther Fielmann immer wieder bekräftigt. Auch die Brillenanpassung könne der Internetversand nicht leisten.

Analysten der DZ Bank schätzten jüngst, dass Online-Händler langfristig einen Anteil am Absatzmarkt von etwa zehn Prozent erreichen könnten. „Für die großen Filialisten - und hier ganz besonders Fielmann - sehen wir durch die Online-Anbieter nur wenig Bedrohungspotenzial.“

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