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20.03.2012

19:40 Uhr

Filialschließungen aktualisiert

Schlecker-Betriebsräte erhalten Kündigungslisten

Die Schlecker-Betriebsräte haben Listen mit 11 000 Namen von Mitarbeitern erhalten, die das Unternehmen verlassen müssen. Außerdem stehen 200 weitere Filialen fest, die geschlossen werden.

Die Listen mit Schlecker-Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen müssen, sind verschickt. dapd

Die Listen mit Schlecker-Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen müssen, sind verschickt.

EhingenDie Listen sind raus: Schlecker hat nach dpa-Informationen allen Betriebsräten bundesweit die Namen der rund 11 000 Beschäftigten übermittelt, die ihre Jobs verlieren werden. Dem Vernehmen nach werden die Bundesländer besonders stark betroffen sein, in denen auch die meisten Filialen schließen - auch wenn es nicht immer die Mitarbeiterinnen trifft, die in den jeweiligen Läden arbeiten. Konkrete Zahlen pro Land wollten am Dienstag weder ein Sprecher von Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz noch von Verdi nennen.

Am Donnerstag soll sich dann entscheiden, ob es Transfergesellschaften für die „Schleckerfrauen“ geben wird. Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) sagte in Stuttgart, es werde wahrscheinlich „ein bis zwei Dutzend“ solcher Gesellschaften bundesweit geben.

Ein Schlecker-Sprecher erklärte, es seien bislang noch keine Kündigungsschreiben an Beschäftigte persönlich verschickt worden. „Es liegt uns aber am Herzen, die Mitarbeiter schnell zu informieren“, sagte er. Dazu gehöre auch, über die Entwicklung der Transfergesellschaften sowie deren Vor- und Nachteile zu sprechen. Zur Finanzierung strebt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz ein Staatsdarlehen über rund 71 Millionen Euro an. „Da muss nun endlich ein Knopf „dran gemacht werden“, forderte eine Verdi-Sprecherin.

Unterdessen veröffentlichte Schlecker am Dienstagabend eine aktualisierte Schließliste mit den rund 2200 Filialen, die schließen. Bislang waren nur rund 2000 bekannt. Eigentlich hatte Geiwitz 2400 Schließungen angekündigt. Weitere Filialen fallen vor allem in Bayern (47), Baden-Württemberg (41), und Nordrhein-Westfalen (29) weg. Zudem veröffentlichte Schlecker erstmals eine Liste des zukünftigen Filialnetzes, dass auch nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ab April erhalten bleiben soll. Demnach behalten vor allem die großen Flächenländer ein dichtes Netz, während im Verhältnis zu den Einwohnern die starken Einschnitte vor allem in Nordrhein-Westfalen zu spüren sind, wo knapp 500 Filialen wegfallen.

Kommentare (5)

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sabata

20.03.2012, 21:00 Uhr

sehr schlimm das jetzt solch eine geheimnisskrämerei über die schleckerfilialen gemacht wird die geschlossen werden sollen die mitarbeiter haben das recht so schnell wie möglich über ihre zukunft zu erfahren was geht und was nicht !
aber schlecker hat ja immer arbeitnehmerfeindlich gehandelt ...

Rene

21.03.2012, 07:41 Uhr

Es ist eine Rot-grüne Schande, dem unwirtschaftlichem Unternehmen Steuergelder nachzuwerfen.
Was soll denn jeder Kleinunternehmer und Selbständige sagen, dem dieses Glück der Öffentlichkeit nicht zu teil wird?
Wer retten meinen Job mit einer Übergangs- und Auffanggesellschaft?
Wo soll das Geld denn noch her kommen bei so viel Staatsschulden?
Hat aus Holzmann, Quelle und Co. keiner gelernt?
Das Unternehmen muß vom Markt verschwinden und das Geld für Weiterbildung und Qualifikation der dann arbeitslosen Mitarbeiter eingesetzt werden, für Jobs, die in Deutschland mehr gebraucht werden. Shampoo kann jeder verkaufen. Das ist nicht das Rückgrat deutscher Wirtschaft.

Account gelöscht!

21.03.2012, 09:40 Uhr

Schlecker-Betriebsräte erhalten Kündigungsliste und darauf steht: ,,Sie sind gefeuert!"

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